Meppen vs Osnabrück: Claaßen tippt auf den VfL

Ehemaliger Angreifer hegt Sympathien für beide Vereine

Christian Claaßen, ehemaliger Meppen- und Osnabrück-Akteur

Christian Claaßen bewies sich sowohl beim SVM als auch an der Bremer Brücke. ©Imago/pmk/Kruczynski

Auf ein spannendes Derby dürfen sich die Fans am Mittwochabend in Meppen freuen, wenn der VfL Osnabrück zu Gast ist. In der Tabelle liegen beide Teams vor dem 9. Spieltag mit neun Zählern im Mittelfeld, aufgrund der besseren Tordifferenz rangiert der SVM jedoch vor den Lila-Weißen. Dieses Duell elektrisierte bereits 25-mal die Region, vier davon erlebte Christian Claaßen als Akteur auf dem Rasen mit.

„Das Derby schlechthin“

„Für mich persönlich, war es das Derby schlechthin. Vielleicht auch, weil ich für beide Vereine gespielt habe“, legt der 48-Jährige gegenüber Liga-Drei.de seinen Blick auf das anstehende Aufeinandertreffen offen. Für die Zuschauer sei so eine Partie „sensationell schön“, gleichzeitig hofft Claaßen jedoch auch, dass „Chaoten keinen Stress“ machen werden.

Zum ersten Mal nach knapp 17 Jahren treffen die beiden Kontrahenten wieder in einem Ligaspiel aufeinander, zwischendurch gab es dieses Duell im Finale des Niedersachsenpokals. Eine Partie, die sich Claaßen, der sowohl für den VfL als auch Meppen auflief, nicht entgehen lassen will: „Wenn es geht, werde ich im Stadion sein!“

Für die Zuschauer sicherlich sensationell schön. (über das kommende Derby)

Die Hänsch-Arena ist dem ehemaligen Angreifer, der in 136 Pflichtspielen für die Emsländer 41 Treffer erzielen konnte, noch aus seiner aktiven Zeit vertraut. „Es war eine sehr schöne und intensive Phase. Die Kameradschaft, das Team und der Trainer haben während meiner Zeit immer gestimmt“, blickt der gebürtige Barßeler auf diesen Abschnitt seiner Karriere zurück.

Tapetenwechsel mit Erfolg

Nach dem Zweitligaabstieg in der Saison 1997/98 zog es Claaßen in die Hasestadt, dort konnte er zwei Aufstiege in sechs Jahren feiern. „Natürlich war es schwierig, zum Derby-Rivalen zu wechseln. Klar haben mir das einige Leute krumm genommen“, weiß der ehemalige Profi um die Brisanz seines damaligen Wechsels. Dennoch habe er sich für die Bremer Brücke entschieden, auch weil mit Jacek Janiak und seinem Bruder Frank einige bekannte Gesichter auf ihn gewartet haben.

Dennoch hege er „Sympathien für beide Vereine“, mit dem aktuellen VfL-Trainer Joe Enochs hat Claaßen zudem in 189 seiner 193 Partien für die Lila-Weißen gemeinsam im Kader gestanden. Mit Enochs habe der Verein einen „akribischen Trainer, der den Kampfgeist und den Teamgedanken“ vorlebe, so der 48-Jährige. „Auf lange Sicht werden sich solche Trainer, die ihre Jungs unabhängig vom Erfolg täglich besser machen wollen, durchsetzen.“

Osnabrück musste finanziell zurückstecken. (über die Situation beim VfL)

Die Voraussetzungen in Osnabrück haben sich in den vergangenen Jahren etwas verändert, da der Verein auch „finanziell zurückstecken“ musste, so Claaßen. Der Kader sei ausgeglichen, jedoch würden dem VfL Einzelspieler fehlen, die „den Unterschied machen und das Spiel an sich reißen können.“

Dennoch tippt Claaßen für die Partie am Mittwoch auf einen 2:1-Sieg für Osnabrück, weil sich die Lila-Weißen zuletzt oftmals in der „Fremde etwas leichter getan haben.“ Doch auch ein Unentschieden sei möglich, schließlich würden beide Teams nicht nur aufgrund der derzeitigen Tabellenkonstellation „momentan auf Augenhöhe“ agieren.

Noch kein Konto bei 3.Liga-Sponsor bwin? Jetzt anmelden & bis zu 100€ Willkommensbonus kassieren!