Miatke ruft Abstiegskampf aus

Punktausbeute gegen Konkurrenz zu gering

Nils Miatke vom FSV Zwickau beschwert sich bei Jena Phillip Tietz.

Nils Miatke (m.) haderte nicht nur gegen Jena mit einer vergebenen Führung. ©Imago/Christoph Worsch

Nach gutem Saisonstart hatte man sich in Zwickau eigentlich schon auf eine einigermaßen entspannte Spielzeit gefreut. Nach zuletzt vier Niederlagen in fünf Spielen aber ist der FSV nun aber punktgleich mit dem ersten Abstiegsplatz, auf die dahinter liegenden Großaspach und Aalen ist es nur ein Zähler Vorsprung. Für Nils Miatke ist es an der Zeit sich mit dem Abstiegskampf zu befassen und dafür sieht er auch Gründe.

Zu wenig aus Führungen gemacht

So zitiert Tag24 den 28-Jährigen mit den Worten: „Wir haben zu viele Spiele weggeworfen, wo vielmehr drin war. Jetzt sind wir richtig mittendrin.“ Damit spielt der Routinier vor allem auf die Duelle mit der direkten Konkurrenz an, wie das am vergangenen Wochenende gegen Energie Cottbus. Wie schon gegen Carl Zeiss Jena hatte eine Führung nicht zu einem Punktgewinn gereicht. 

Dabei läuft bei den „Schwänen“ oft vieles gut: Unter anderem die Standardstärke führte dazu, dass erst in einem Spiel kein eigenes Tor erzielt wurde. Jedoch macht das Team von Joe Enochs zu wenig aus den resultierenden Führungen, hat im Anschluss kaum andere Mittel zu Torerzielung. Abgesehen vom Dreier beim KFC Uerdingen gab es nur zwei Auswärtszähler, jeweils wurde gegen den KSC und Braunschweig nach 1:0-Führung am Ende 1:1 gespielt. 

Eine Auswärtsführung ist eigentlich für die meisten Mannschaften eine komfortable Situation, können sie doch tief stehen und auf Konter lauern. Ersteres tut der FSV dann auch, beim zweiten fehlen aber vor allem die Stürmertypen. Tarsis Bonga und Ronny König sind keine schnellen Gegenstoß-Spieler, andere Angreifer gibt es praktisch nicht.

Dass angesichts dessen Kevin Hoffmann, der zum einen mit seinen Freistößen und Eckbällen für noch mehr Gefahr nach ruhenden Bällen und mit seinen spielerischen Qualitäten im offensiven Mittelfeld gegen Energie nur auf der Bank saß, war für viele eine Überraschung.

Nun gilt es zunächst im Landespokal gegen Regionalligist Neugersdorf in einem wie Nils Miatke formuliert „50:50-Spiel“ ein bisschen Selbstvertrauen zu tanken, nach der Länderspielpause kommt dann Hansa Rostock nach Sachsen. Ein Sieg zu Hause wäre umso wichtiger da ansonsten durch die direkten Duelle zwischen den Mitkonkurrenten Großaspach und Meppen sowie Jena und Aalen die Tabellensituation noch enger werden könnte.

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