Montagsspiele: Grindel verweist auf Vereine

Auch Regionalliga-Reform wieder im Fokus

Reinhard Grindel, Präsident des DFB

DFB-Präsident Reinhard Grindel äußerte sich gestern zu Montagsspielen. ©Imago/Hartenfelser

„Montag ist Schontag“ oder „Montags frei! Auch in Liga 3!“  – diese Plakate werden die heutige Partie zwischen Hansa Rostock und dem Halleschen FC im Ostseestadion begleiten. Ein Fanprotest, der vom FC Hansa Rostock offiziell unterstützt wird, machte der Verein in der Vergangenheit keinen Hehl daraus, dass ihm die Montagsspiele ein Dorn im Auge sind. Durch die Aktion will der FCH für eine Diskussion im Hinblick auf den TV-Vertrag sorgen.

Der DFB macht das, was die Vereine wollen. (Reinhard Grindel)

Kein Redebedarf besteht darüber hingegen beim DFB. Präsident Reinhard Grindel nahm den Verband gestern bei der Entscheidung über Montagsspiele in der dritten Liga aus der Veranwortung, sagte in der Sendung „Blickpunkt Sport“ des Bayerischen Rundfunks: „Was die Montagsspiele angeht, müssen das die Vereine der dritten Liga selber entscheiden“, und weiter: „Der DFB macht das, was die Vereine wollen.“

Der DFB hätte, was die dritte Liga angeht, seine Hausaufgaben gemacht, wie Grindel weiter ausführt. „Unsere Aufgabe ist es, Sponsoren zu finden, das haben wir getan. Die Vereine der dritten Liga haben bisher 700.000€ bekommen aus Sponsoring und Fernsehrechten, sie bekommen in dieser Saison über 1,1 Millionen. Das heißt wir haben eine erhebliche Steigerung.“

Von der Hand zu weisen ist dies nicht, die Lücke zur zweiten Liga kann so allerdings nicht großartig geschlossen werden. An diese Größenordnung käme die dritte Liga einfach nicht ran, so Grindel weiter, der außerdem zu bedenken gibt, dass die Lücke von der Regional- in die dritte Liga ebenfalls eine große ist.

Neue Kommission?

Eben jener Übergang von Regionalliga in die dritte Liga, also der Aufstieg, steht momentan erneut in der Diskussion. Laut Kicker (Ausgabe vom 18.03.2019) planen der Nordostdeutsche Fußballverband sowie die 3. Liga im Hinblick auf die Regionalliga-Reform die Einsetzung einer neuen Kommission, die mit unabhängigen Experten besetzt sein und das Thema entpolitisieren soll, wie es im Kicker heißt.

Auch beim Thema Auf- und Abstieg in bzw. aus der dritten Liga trat der DFB in der Vergangenheit die Verantwortung an die Vereine abdie bekanntlich bis zum DFB-Bundestag im September eine Lösung erarbeiten müssen.

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