MSV Duisburg: Anfällig bei Standards

Lettieri ist "stocksauer"

Autor: Christoph Volk Veröffentlicht: Montag, 30.11.2020 | 08:44
Leo Weinkauf gegen Dynamo Dresden.

Unzufrieden mit seinen Vorderleuten: MSV-Keeper Leo Weinkauf. ©imago images/osnapix

Das Warten auf den ersten Heimsieg geht weiter, der MSV Duisburg war beim 0:3 gegen Dresden am Sonntag im wahrsten Sinne des Wortes chancenlos: Keine einzige Möglichkeit erspielten sich die „Zebras“ gegen die SGD. Für mehr Frust sorgte bei Trainer Gino Lettieri allerdings die Entstehung der drei Gegentreffer.

„Zwei Einwürfe und ein Eckball, bei drei Standardsituationen“, rechnete er nach Abpfiff am Mikrofon von Magenta Sport vor und hielt fest: „Das kann nicht sein, da bin ich stocksauer.“ Die Fitness der Mannschaft bemängelte der Nachfolger von Torsten Lieberknecht bereits, nun fehlte es dem MSV auch an geistiger Frische.

Dass dies am Ende einer kräftezehrenden englischen Woche passieren kann, steht außer Frage. Torhüter Leo Weinkauf allerdings bemängelte auf der Klub-Homepage: „Es ist viel zu schlecht, wie wir bei Standards verteidigen und reagieren.“

Hoffnung vor der Fahrt nach Kaiserslautern

Vor der Fahrt an den Betzenberg, wo Duisburg am kommenden Samstag auf den FCK trifft, dürfte in dieser Trainingswoche somit vor allem das Verhalten bei gegnerischen ruhenden Bällen im Fokus stehen.

Immerhin: In der Fremde scheint das Defensivkonzept der „Zebras“ häufiger aufzugehen. Während nach sieben Heimspielen bereits 16 Gegentreffer in der Statistik stehen, sind es auswärts erst acht Bälle, die Weinkauf auf dem Netz fischen musste. Dass der nächste Gegner bei seinem Punktgewinn am Sonntag allerdings seinen Führungstreffer nach einem Einwurf erzielte, dürfte man an der Wedau in der Vorbereitung allerdings thematisieren.

Personelle Wechsel möglich

Um die Defensive nach 14 Gegentoren in den letzten sechs Spielen wieder stabilisieren zu können, sind personelle Wechsel unterdessen nicht ganz unwahrscheinlich. Der in diesen sechs Spielen in der Innenverteidigung gesetzte Dominic Volkmer sah gegen Dresden beim ersten Gegentor unglücklich aus, Routinier Dominik Schmidt könnte wieder eine Option darstellen.

Zuletzt musste der 33-Jährige zwei Mal wegen einer Prellung passen. Wenn fit, könnte seine Erfahrung der jungen Abwehrreihe der „Zebras“ helfen. Um bei gegnerischen Standards aber wacher zu sein, ist nicht nur der Neuzugang aus Kiel gefragt.