MSV Duisburg: Druck nur bei den Verfolgern?

Zebras vor Re-Start laut Lieberknecht hungrig

Autor: Andreas Breitenberger Veröffentlicht: Donnerstag, 28.05.2020 | 09:41
Torsten Lieberknecht beim MSV Duisburg

Auch auf Torsten Lieberknecht und Co. kommen entscheidende Wochen zu. ©Imago images/MaBoSport

Die Zebras gehen als Gejagte in die restliche Saison. An der Tabellenspitze hatten sie sich vor Corona festgebissen, 14 Spieltage lange belegen sie nun schon den Platz an der Sonne. Diesen gilt es nun trotz des Verletzugspechs zu verteidigen.

Trainer Torsten Lieberknecht sieht seine Mannschaft dafür gut gerüstet: „Ich sehe in der Mannschaft eine große Bereitschaft, den Kampf anzunehmen. Alle wollen das große Ziel Aufstieg erreichen“, so der Fußballleher im Kicker (Ausgabe vom 28. Mai 2020).

Schwierige Aufgabe

Nötig dazu ist eine Steigerung. So gewann der MSV nur drei seiner letzten elf Spiele, bei drei Niederlagen in den vergangenen vier Partien. Dass Duisburg dennoch an der Tabellenspitze steht, ist sicherlich auch den starken Leistungen in der Hinrunde zu verdanken.

Seit dem 2:1-Sieg gegen den TSV 1860 München am 9. Spieltag ging es in der Tabelle stetig bergauf. Zum Wiederbeginn geht es nun ausgerechnet wieder gegen die Münchner Löwen, diesmal allerdings unter anderen Voraussetzungen.

So jagen die Löwen mittlerweile selbst die Aufstiegsränge, liegen nur fünf Zähler hinter den Zebras. Seit 14 Partien musste der Münchner Traditionsverein keine Niederlage mehr einstecken, während er zuhause ohnehin erst eine von 13 Partien verlor – und der MSV in der Auswärtstabelle nur Durchschnitt ist.

Entscheidet die Mentalität?

Durchaus keine leichte Situation für die nicht allzu erfahrene Mannschaft der Duisburger. Lieberknecht jedenfalls deutete an, worauf er neben den sportlichen Aspekten achtet. „Es kommt jetzt durch die neue Situation womöglich auch verstärkt auf psychologische Faktoren an.“

Wer behält also den kühleren Kopf? Der MSV-Coach schiebt den Druck nach dem kleinen Trainer-ABC den Zebra-Jägern zu. „Auf unseren Verfolgern, die in den vergangenen Wochen mit so viel Vehemenz für diesen Re-Start gekämpft haben, liegt ab jetzt der Druck, ihr Ziel auf dem Rasen erreichen zu müssen“, so Lieberknecht.

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