MSV Duisburg: Grlic erwartet kein normales Saisonende

Verantwortliche der Zebras über die Corona-Auswirkungen

Ivo Grlic beim MSV Duisburg

Ivo Grlic erklärte sich heute gemeinsam mit Torsten Lieberknecht und Michael Klatt in einer Presserunde. ©Imago Images/foto2press

„Mein Gefühl sagt mir, dass wir die Saison nicht normal zu Ende spielen.“ Das sagte MSV-Sportdirektor Ivo Grlic am heutigen Donnerstagvormittag in einer Presserunde, an der er gemeinsam mit Trainer Torsten Lieberknecht sowie Geschäftsführer Michael Klatt teilnahm.

Dabei ging es natürlich um das Corona-Virus, das den Spielbetrieb in der 3. Liga lahm legt. Die kommenden zwei Spieltage sind verschoben, auch, wenn sich die Vereine in dieser Maßnahme nicht einig waren. Der MSV Duisburg gehört jedoch zu den Befürwortern der derzeitigen Handhabung.

MSV für Spielverlegungen

„Wir haben im Ausschuss für die Verschiebung geworben“, so Klatt. „Ich bin froh über diese Entscheidung im Sinne der Wirtschaftlichkeit.“ Die verbleibenden sechs Heimspiele komplett ohne Zuschauer auszutragen wäre für die Zebras „nicht darstellbar“, so Klatt weiter.

Über die Zukunft der noch laufenden Saison wird am Montag entschieden, wenn der DFB den Drittliga-Ausschuss sowie Vertreter aller Klubs zu einer außerordentlichen Sitzung lädt. Für Klatt geht es dabei vor allem um drei Dinge: „die Wirtschaftlichkeit, die Wettbewerbsfähigkeit und ein mögliches Konzept für Ausgleichszahlungen.“

Saisonende „später als im Mai“?

Wenn die Wirtschaftlichkeit sowie die Wettbewerbsfähigkeit gleichzeitig gewahrt werden sollen, kommt die 3. Liga allerdings wohl nicht um Verlegungen weiterer Spieltage herum. Die Saison bis zum ursprünglichen Ende Mitte Mai durchzuziehen wäre voraussichtlich unmöglich, laut Klatt aber auch gar nicht nötig. „Unsere präferierte Situation ist, dass die Saison später als im Mai endet. Wir sind flexibler als die Ligen über uns“, so der MSV-Geschäftsführer.

Unterdessen stehen die Uhren sportlich nicht still an der Meidericher Straße. Der MSV nutzt den verschobenen Spieltag, um ein Testspiel zu bestreiten. Am Samstag geht es gegen einen Gegner, der nach Absprache nicht genannt werden solle, so Trainer Torsten Lieberknecht. Auch er ist wachsam: „Wir gehen mit dem Training normal um, sind aber vorsichtig, sobald ein Spieler Symptome zeigt.“