MSV Duisburg: Lettieri mit Punktgewinn zufrieden

Doch Probleme bleiben

Autor: Andreas Breitenberger Veröffentlicht: Mittwoch, 18.11.2020 | 08:58
Gino Lettieri beim MSV Duisburg

Ball flach halten: Gino Lettieri benötigt mit dem MSV Duisburg noch Zeit. ©Imago images/foto2press

Es war ein vielversprechender Auftakt. Nach wenigen gespielten Sekunden gab Sinan Karweina am gestrigen Dienstag den ersten Torschuss für den MSV Duisburg ab, die Zebras zeigten sich bissig, hatten mit dem Lattentreffer von Connor Krempicki die große Chance, in Führung zu gehen. Das tat der MSV aber nicht, stattdessen folgte ein Leistungsumschwung in Hälfte zwei, sodass die Duisburger mit dem einen Punkt, der sich aus dem 0:0 ergibt nicht hadern können.

„Wir haben zu null gespielt, wir haben einen Punkt geholt, ich bin zufrieden“, so MSV-Coach Gino Lettieri auf der Pressekonferenz nach dem Spiel, in der er vieles „positiv“ sah, wie er sagt, beispielsweise die Umsetzung der Trainingsinhalte auf dem Platz.

Herausforderung 2. Halbzeit

Was auch schon gegen Türkgücü zu erkennen war: Der MSV versucht, den Gegner in den ersten Minuten zu überrumpeln. Ein Treffer gelang den Zebras allerdings mit dieser Taktik auch gegen Halle nicht. „Wenn man in so ein Spiel reingeht und man macht das erste Tor, was wir machen können, dann schaut das Spiel auch anders aus“, sagte Lettieri nach dem Spiel. Der MSV entpuppt sich in dieser Saison als alles andere als ein Frühstarter, erzielte nur einen Treffer in den ersten 30 Minuten – ligaweit der niedrigste Wert.

Allerdings gingen die Duisburger in dieser Saison erst einmal mit einem Rückstand in die Pause, was bereits darauf hindeutet, wo das Problem an der Wedau liegt, nämlich, ein Spiel über die komplette Spielzeit durchzuziehen. In der Tabelle der 2. Halbzeit ist der MSV jedenfalls das Schlusslicht.

Lettieri verleugnet die Schwächen seiner Mannschaft gegen den HFC nicht. „Zum Schluss hat man schon gemerkt, dass wir dann wieder zu weit auseinanderstanden“, so der Coach, der über die HFC-Chancen sagt: „Wir haben eingeladen.“

Dafür, dass der MSV in Zukunft keine Einladungen verteilt, muss nun Lettieri sorgen. Er sehe „das ganze positiv, dass wir in ein, zwei Wochen langsam hinkommen“. Das nächste Spiel steht allerdings bereits übermorgen gegen Verl an.