MSV Duisburg: Stoppelkamp mit Mentalität zufrieden

Defensive aber weiterhin nicht sattelfest

Autor: Christoph Volk Veröffentlicht: Mittwoch, 25.11.2020 | 08:43
Moritz Stoppelkamp (r.) gegen Hamza Saghiri.

Der zwischenzeitliche Führungstreffer von Moritz Stoppelkamp reichte dem MSV in Mannheim nicht. ©imago images/foto2press

Auch nach dem zweiten Spiel unter dem zurückgekehrten Gino Lettieri wartet der MSV Duisburg weiter auf den ersten Sieg. Komplett unzufrieden mit dem 2:2 auswärts in Mannheim war Moritz Stoppelkamp allerdings nicht. Vielmehr sah der Kapitän beim Auftritt in der Quadratestadt einen Schritt in die richtige Richtung.

„Vom Engagement, vom Einsatz, vom Willen, was man in erster Linie gerade in unserer Situation bringen muss, war das heute gut“, befand er am Mikrofon von Magenta Sport. Allesamt Tugenden, die gemeinhin gerne im Kampf um den Klassenerhalt beschworen und eingefordert werden. In diesem befindet sich der MSV als Tabellen-18. zweifelsohne, in den Augen von Stoppelkamp hat die Mannschaft diesen offenbar auch angenommen.

Mit dem Punktgewinn in Mannheim kann Duisburg durchaus leben, denn zur Wahrheit gehört auch: Hätten die Hausherren ihre Tormöglichkeiten besser genutzt oder Torhüter Leo Weinkauf nicht erneut einen guten Tag erwischt, wäre auch eine Niederlage nicht wirklich überraschend gewesen.

Zu Hause besonders anfällig

Die Duisburger Defensive bot dem Gegner nämlich durchaus einiges an, auch wenn dieser daraus kein Kapital schlagen konnte. Viel Zeit, diese Nachlässigkeiten abzustellen, bleibt derweil nicht: Bereits am Sonntag wartet mit Dynamo Dresden die nächste schwere Prüfung auf die „Zebras“.

Dann wird sich die Lettieri-Elf mit einem Gegner konfrontiert sehen, der zudem die von Mannheim verpasste Effektivität zuletzt regelmäßig an den Tag legte. Die SGD, mit ähnlichen Ambitionen wie der MSV in die Saison gegangen und dabei auf Kurs, präsentierte sich erst am vergangenen Wochenende in Rostock äußerst kaltschnäuzig und bewies, nicht viele Gelegenheiten für ein Tor zu benötigen.

Dass Duisburg speziell im eigenen Stadion nicht immer sattelfest ist, belegt auch die Statistik. 13 Gegentore musste der MSV an der Wedau bereits hinnehmen und stellt damit die zweitschwächste Heim-Defensive. Die durch die englische Woche bedingte kurze Vorbereitung auf Dynamo dürfte Lettieri dafür speziell dafür nutzen, weiterhin an seinem Abwehrkonzept zu feilen.