Münster vs Jena: Jens Truckenbrod fiebert mit

"Münster hätte ich zugetraut besser dazustehen."

Jens Truckenbrod im Trikot von Carl Zeiss Jena und Preußen Münster

Jens Truckenbrod beackerte das Mittelfeld für Carl Zeiss Jena und Preußen Münster. ©Imago/Picture Point/Osnapix

Am Samstag empfängt Preußen Münster den FC Carl Zeiss Jena (hier geht’s zur Vorschau). Einer, der sich diese Begegnung im Preußenstadion anschauen möchte, ist Jens Truckenbrod. Der frühere Mittelfeldspieler war für beide Klubs aktiv und hält sowohl zu Münster als auch Jena noch engen Kontakt.

Wir haben den ehemaligen Rekordspieler der 3. Liga (233 Einsätze) nach seinen Einschätzungen zum anstehenden Duell, der aktuellen Saison aber auch den längerfristigen Perspektiven der Preußen und des FCC gefragt.

Münster hinter den Erwartungen

Die Vorzeichen im Duell 14. gegen 15. sind sehr unterschiedlich. Dass der Aufsteiger aus Thüringen zu diesem Zeitpunkt in der Saison auf Augenhöhe mit den Westfalen sein würde hatten die wenigsten erwartet, auch Experte Jens Truckenbrod nicht: „Ich hätte Münster zugetraut besser dazustehen, aber die Vorrunde war nicht so positiv. Von daher bin ich froh, dass sie im Moment da stehen, wo sie sind und sich etwas Luft verschafft haben.“

Es wird deutlich offensiver und aggressiver gepresst. (über die Arbeit von Marco Antwerpen)

Seitdem Marco Antwerpen in Münster übernommen hat erkennt der in der Region immer noch beliebte Ex-Profi aber eine klare Veränderung. „Es wird deutlich offensiver und aggressiver gepresst, zumindest in den Heimspielen,“ stellt Truckenbrod fest. Dass die Mannschaft außerdem hinten kompakter steht, sieht er auch als Verdienst seines ehemaligen Mitspielers Simon Scherder: „Er hat schon früh gezeigt, was er für ein toller Spieler ist und hält jetzt hinten die Viererkette zusammen.“

Klare Handschrift von Mark Zimmermann

Trotz der Probleme, die beide Teams auswärts haben, erwartet der 38-Jährige keinen klaren Sieg der Heimelf, sondern denkt an ein enges Spiel, in dem es auf die Tagesform ankommen wird. Der FCC kann zudem einige Stärken in die Waagschale werfen, die Trainer Mark Zimmermann seiner Mannschaft eingeimpft hat. „Sein Wissen vermittelt er hervorragend an die Mannschaft und er hat ein klares System. Die Spieler haben außerdem verstanden, dass es nur im Kollektiv klappen kann.“ Dazu hebt er noch die Bedeutung von Goalgetter Timmy Thiele hervor, der mit seinen Toren auch mal den ein oder anderen Fehler ausgleichen kann.

Der Verein hat die Weichen gestellt. (über die Zukunft von Preußen Münster)

Abseits des direkten Duells sieht Jens Truckenbrod mittelfristig beide Vereine im Aufwärtstrend. Zum einen spielt er damit auf die vollzogene Ausgliederung der Profiabteilung beim SCP an. „Es wird leichter für Investoren, ihre Gelder gezielt für die 1. Mannschaft einzusetzen,“ sieht er die Preußen gut aufgestellt. „Der Verein hat die Weichen gestellt, um in Zukunft weiter nach oben zu schauen.“

Man wird sich nicht mit dem hinteren Mittelfeld zufrieden geben. (über die Ambitionen beim FCC)

Doch auch die Freude über den nahen Klassenerhalt bei seinem anderen Ex-Klub sieht er nur als Zwischenstation: „So wie ich das Umfeld in Jena kenne, wird man sich dort auf Dauer mit den Plätzen im hinteren Mittelfeld nicht zufrieden geben.“ Seiner Ansicht nach gehören letztlich beide Vereine in höhere Regionen.

Für den ehemaligen Dauerbrenner geht es aber Fußballerisch erstmal in tieferen Regionen weiter. Als Trainer von Concordia Albachten gewinnt er erste Einblicke in die Arbeit an der Seitenlinie, auch wenn er momentan andere Prioritäten setzt. „Nichtsdestotrotz möchte ich in diesem Jahr einen Trainerschein machen. Wie hoch es dann geht, wird man sehen. Aber ich liebe es, sowohl Kindern als auch Erwachsenen Dinge zu vermitteln,“ erklärt er seine andauernde Leidenschaft für den Fußball.

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