Preußen Münster: Der Saison-Rückblick 2016/17

Was war gut, was war schlecht?

Autor: Marius Siebelmann Veröffentlicht: Freitag, 26.05.17 | 00:00
Spieler von Preußen Münster freuen sich.

Der SCP ist weiterhin drittklassig – trotz einer schwierigen Saison. ©Imago/osnapix

Seit sechs Spielzeiten gehören die Kicker von der Hammer Straße mittlerweile zum Inventar der 3. Liga, zumindest in den letzten Jahren liebäugelten die Preußen vor der anstehenden Saison immer mit dem Sprung in die 2. Bundesliga. So auch vor der abgelaufenen Runde – am Ende schrieben die Adlerträger jedoch eine andere Geschichte.

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Was war gut?
Der Ausgang der Saison darf sicherlich als Erfolg gewertet werden, dass am Ende sogar noch ein einstelliger Tabellenplatz herausspringt – damit haben sicherlich die Wenigsten gerechnet. Am 12. Spieltag übernahm Benno Möhlmann das Ruder im Münsterland, der SCP belegte damals den letzten Tabellenplatz. Ebenfalls erwähnenswert ist die Tatsache, dass die Münsteraner trotz des längeren Aufenthaltes im Tabellenkeller, am Ende der Saison das zweitbeste Heimteam der Liga stellen.

Was war schlecht?
Klar, der Saisonstart ging ordentlich in die Hose. Nur zwei Siege und insgesamt sieben Zähler aus den ersten zehn Spielen waren angesichts der Ansprüche, die der SC Preußen Münster an den Tag legt, zu wenig. Auch die Leistungen, die die Münsteraner in der Fremde zeigten, waren oftmals ausbaufähig. Mit 14 Punkten landen die Preußen in dieser Hinsicht auf dem vorletzten Rang der Auswärtstabelle, nur 12 Treffer konnten dabei erzielt werden. Für einen Wermutstropfen – aus Sicht der Anhängerschaft – dürften zudem die beiden Derby-Niederlagen gegen den VfL Osnabrück sorgen.

Benno Möhlmann, Trainer beim SCP

Benno Möhlmann geleitete die Adlerträger zum sicheren Klassenerhalt. ©Imago

Wer hat überrascht?
Die Einstellung von Benno Möhlmann, mit der er die Vertragsgespräche mit den Verantwortlichen beim SCP anging, lassen sich nicht mehr täglich beobachten. Erst nach dem feststehenden Klassenerhalt, an dem der 62-jährige Fußballlehrer mit einem durchschnittlichen Schnitt von 1,59 Zählern pro Partie einen erheblichen Anteil hatte, wurde der Vertrag mit Möhlmann verlängert.

Wer hat enttäuscht?
Lag es allein an Horst Steffen, dass der SCP zu Saisonbeginn nicht aus den Puschen kam? Oder benötigte der Kader der Münsteraner, der an mehreren Stellen verändert wurde, Anlaufzeit? An dieser Stelle ist es durchaus schwierig, einzelne Protagonisten zu nennen, von daher war es die Saison mit all ihren Facetten, die über weite Strecken für Enttäuschung gesorgt haben dürfte.

Wie haben sich die Neuen geschlagen?
Mit einigen interessanten Akteuren haben sich die Adlerträger vor der Spielzeit verstärkt, doch nicht alle haben sich als Verstärkung entpuppt. Im Winter kamen mit Christian Müller, Mirkan Aydin und Martin Koylanski gleich drei neue Spieler, von denen nur Letzterer wirklich überzeugen konnte.

Jeron Al-Hazaimeh kam aus Lotte und spielte sich als Linksverteidiger fest, auch Sebastian Mai gehörte an den abgelaufenen 38 Spieltagen vermehrt zum Stammpersonal. Mit Michele Rizzi und Tobias Rühle konnte der SCP gleich zwei Spieler vor Saisonbeginn aus Großaspach loseisen, beide sammelten im Saisonverlauf fleißig Einsatzzeit.

Edisson Jordanov kam von den Stuttgarter Kickers, beendete das Münster-Kapitel jedoch bereits wieder im Winter und schloss sich Düdelingen an. Ebenfalls aus Stuttgart kam Sandrino Braun, der jedoch mit Knie- und Außenbandproblemen zu kämpfen hatte, sodass er einige Spiele verpasste und sein Potenzial nur andeuten konnte.

Wie geht’s weiter?
Christian Müller, Denis Mangafic, Mirkan Aydin und Bennet Eickhoff werden den Verein verlassen, zudem laufen die Leihgeschäfte mit Sinan Tekerci und Martin Kobylanski aus. Vor allem Kobylanski würden die SCP-Verantwortlichen auch in der kommenden Spielzeit gerne im Preußen-Trikot sehen, Verhandlungen stehen noch aus.

Sollte es nicht gelingen, Kobylanski an den Aasee zu lotsen, müssten die Münsteraner dennoch im Offensivbereich nachlegen, da Adriano Grimaldi oftmals auf weiter Flur war und Youngster Tobias Warschewski, wenn er denn gehalten werden kann, noch einige Spiele braucht, um sich dauerhaft als Alternative anbieten zu können.

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