Preußen Münster: Flop11 der letzten 25 Jahre

Sönmez, Rahner & Co.

Autor: Christoph Volk Veröffentlicht: Mittwoch, 13.05.2020 | 14:00
Mahmut Sönmez im Test gegen Borussia Dortmund.

Die Zeit von Mahmut Sönmez bei Preußen Münster war nicht von Erfolg gekrönt und endete vorzeitig. ©imago images/osnapix

Die von uns zusammengestellte Top11 der letzten 25 Jahre von Preußen Münster kennt Ihr bereits – mitunter sogar interessanter ist aber ein Blick, welche Spieler trotz hoher Erwartungen nicht zündeten. Wir haben es uns daher zur Aufgabe gemacht, eine Flop11 der Vereine zu erstellen.

Als Zeitraum sind wieder die letzten 25 Jahre maßgeblich. Zur Erinnerung: In der Redaktion liegt der Altersschnitt bei Mitte 30, daher können wir die Ereignisse des letzten Vierteljahrhunderts gut bewerten. Mit der Flop11 von Preußen Münster geht es also weiter.

Tor & Abwehr

Mit reichlich Regionalliga-Erfahrung im Gepäck kam Michael Jürgen 2001 nach Münster, konnte sich dort aber nicht durchsetzen. Nach 15 Einsätzen kehrte er ein Jahr später zur zweiten Mannschaft von Werder Bremen zurück.

Ebenfalls nur ein Jahr lief Steve van de Broek Humphrey für die Adlerträger auf, die aber auch mit dem Niederländer zu viele Gegentreffer kassierten. Mit seiner rustikalen Spielweise, die er später als „ehrliche Arbeit“ bezeichnete, sollte Helmut Rahner die Defensive stabilisieren. Das gelang nur bedingt, nach rund einem halben Jahr war der beinharte Verteidiger wieder weg.

Nur zwei Mal stand Ugur Tezel im SCP-Dress in der 3. Liga auf dem Feld, im vergangenen Winter entschied er sich daher zum Wechsel in die Regionalliga zum Berliner AK. Ebenfalls nicht von Erfolg gekrönt war die Zeit von Tommy Grupe bei den Preußen. Nach lediglich zwei Einsätzen in sechs Monaten ging er im Winer 2013 wieder nach Rostock.

Mittelfeld

Nach einer starken Spielzeit in der Regionalliga, in welcher Zlatko Muhovic an der Entstehung von 20 Treffer direkt beteiligt war, wagte er 2013 den Sprung eine Klasse höher nach Münster. Dort kam er aber nie so richtig an und war nach zwei Einsätzen in der Winterpause bereits wieder weg.

Erfahrung aus den ersten drei Ligen brachte Christian Müller mit, konnte diese in Münster aber kaum auf den Rasen bringen. Auf lediglich fünf Kurzeinsätze, davon keiner länger als 45 Minuten, stehen in seinem Arbeitszeugnis für ein halbes Jahr als Adlerträger.

Vor der Saison 2012/13 zeigte sich Mahmut Sönmez im Probetraining und konnte die Verantwortlichen des SCP dabei von sich überzeugen. Im Spielbetrieb gelang ihm das hingegen nicht. Drei Mal wurde er im ersten Saisonviertel eingewechselt, am zwölften Spieltag stand er letztmals im Kader. Nach der Runde wurde sein Zweijahresvertrag vorzeitig aufgelöst.

Angriff

Aus dem Nachwuchs von Werder Bremen verpflichtet, konnte Ömer Aktas seine dort gezeigten Torjäger-Qualitäten nicht bei den Preußen abrufen. Ohne einen Treffer ging es in der Winterpause 2005/06 für ihn schon wieder weg aus Münster.

Nach dem Abstieg in die Oberliga 2006 sollte Lars Kampf Münster wieder in die Regionalliga schießen. Der Wiederaufstieg misslang, was aber nicht ausschließlich am Angreifer lag. Mit lediglich vier Treffern blieb er dennoch unter den Erwartungen.

Heiko Weber vollbringt das Kunststück, es neben der Top11 von Carl Zeiss Jena auch in die Flop11 der Preußen zu schaffen. Mit 33 Jahren verließ er das „Paradies“ und heuerte – mit Blick auf seine persönliche Bilanz – in der Hölle an: Lediglich vier Partien sammelte er als Adlerträger, in denen ihm kein Treffer gelang.

Die Flop11 von Preußen Münster auf einen Blick:

Michael Jürgen – Ugur Tezel, Steve van de Broek Humphrey, Helmut Rahner, Tommy Grupe – Zlatko Muhovic, Christian Müller, Mahmut Sönmez – Ömer Aktas, Lars Kampf, Heiko Weber.

Hier geht’s zu den weiteren, bisher erschienenen Flop11.