Preußen Münster: Metzelder will „dringend reden“

Klartext nach Blamage von Wiesbaden

Will Tacheles reden: SCP-Sportchef Malte Metzelder

Klare Ansagen: Preußen-Sportchef Malte Metzelder © imago/osnapix

Über Preußen Münster ziehen nach der 2:6-Klatsche beim SV Wehen Wiesbaden dunkle Wolken auf. Angesichts der immer prekäreren Tabellensituation stellte Sportchef Malte Metzelder für die kommenden Tage Konsequenzen in Aussicht. Ob davon auch Trainer Benno Möhlmann betroffen sein könnte, blieb zunächst unklar.

Wir werden nicht einfach zur Tagesordnung übergehen. (Preußen-Sportchef Malte Metzelder)

„Wir wurden in unsere Bestandteile zerlegt“, schimpfte Metzelder in den Westfälischen Nachrichten: „Wir werden nicht einfach zur Tagesordnung übergehen. Wir werden ganz dringend und intensiv reden müssen.“

Bedrohlicher Sinkflug Richtung Abstiegszone

Klartext ist bei den Adlerträgern auch dringend erforderlich. Durch das dritte Spiel in Folge ohne Sieg (ein Punkt) steht Münster inzwischen nur aufgrund der Tordifferenz noch nicht auf einem Abstiegsplatz. Nur ein Sieg und ganze sechs Zähler aus den vergangenen elf Liga-Begegnungen dokumentieren den Sinkflug der Preußen nachdrücklich.

Wie Metzelder war denn auch Adriano Grimaldi vom „Fußball ohne Plan“ des SCP in Wiesbaden restlos bedient. „Jeder hat gemacht, was er wollte. Damit kannst Du in der 3. Liga einfach nicht bestehen“, redete der Kapitän am TV-Mikrofon Tacheles und zeichnete ein düsters Szenario: „So werden wir übel enden.“

Der Stürmer richtete einen eindringlichen Appell an seiner Kollegen zur Überprüfung ihrer Einstellung. „Jeder“, sagte Grimaldi, „muss sich nun Gedanken machen, und wer dazu nicht in der Lage ist,, der sollte sich einen anderen Job suchen.“

Offenbar will der 26-Jährige auch mannschaftsintern kräftig auf den Tisch hauen: „Einer muss nun laut werden, und alle anderen können einfach die Schnauze halten.“

Preußen-Coach Möhlmann seinerseits kündigte für die kommenden Tage bis zum nächsten Punktspiel gegen den Tabellenzweiten Fortuna Köln (Freitag) eine härtere Gangart an. „Wir müssen raus aus der Komfortzone“, sagte der Coach. Aus seiner Sicht „ist die Zeit, in der das ordentliche Mitspielen reicht, vorbei“.

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