Preußen Münster noch zu retten?

Defensive bereitet Kopfzerbrechen

Autor: Christoph Volk Veröffentlicht: Dienstag, 10.12.2019 | 12:31

Nico Brandenburger (l.) und Kevin Rodrigues Pires.

Die Enttäuschung bei Preußen Münster war nach Abpfiff groß. ©imago images/Kirchner-MediaDie nackten Zahlen sind erschreckend: Seit 14 Spielen wartet Preußen Münster auf einen Sieg und hat als Tabellenvorletzter bereits acht Punkte Rückstand auf das rettende Ufer. Beim 1:3 in Meppen am gestrigen Abend war die Mannschaft im Grunde chancenlos, das Endergebnis spiegelte nicht die Kräfteverhältnisse auf dem Rasen wieder.

"Jetzt im Moment ist es schwierig", antwortete Julian Schauerte nach Abpfiff bei MagentaSport auf die Frage, was ihm noch Hoffnung machen würde. Eine gewisse Resignation war auch bei Interimstrainer Arne Barez unterschwellig zu hören: "Wir konnten nicht viel von den, was wir uns vorgenommen haben, umsetzen."

Gefährlicher Abwärtstrend

So präsentierten sich die Preußen im Emsland wie so häufig in dieser Spielzeit defensiv alles andere als sattelfest. Auf dem Weg nach vorne vergaß Münster regelmäßig die Absicherung, die zahlreichen Ballverluste führten immer wieder zu gefährlichen Umschaltmomenten der Gastgeber, welche die SCP-Abwehr ins Schwimmen brachten.

So kassierte Münster bereits zum achten Mal in dieser Saison drei oder mehr Gegentreffer, keine andere Mannschaft fällt defensiv so regelmäßig in sich zusammen. Dass alleine in fünf der letzten sechs Spiele jeweils mindestens drei Gegentore hingenommen werden mussten, sollte Sorgen bereiten.

Während sich Schauerte und Barez nach Schlusspfiff trotzdem nicht geschlagen geben wollten - "wir dürfen den Kopf nicht hängen lassen", gab der Kapitän zu Protokoll - wird die Kehrtwende im nächsten Heimspiel gegen Magdeburg wahrlich kein Selbstläufer.

Vorbild Ingolstadt?

Der FCM verfügt über einen Kader mit jener Spielstärke, die Münster bereits in Meppen überforderte. Bedenkt man das offensive Personal des Zweitliga-Absteigers, wird Barez unter der Woche also erneut intensiv an der defensiven Absicherung feilen müssen. Dass diese gegen Magdeburg essentiell ist, zeigte Ingolstadt mit seiner extrem defensiven Taktik beim 2:0-Sieg am Wochenende in Magdeburg.

Denn dass Münster offensiv durchaus Lösungsansätze zu finden vermag, konnten die "Adlerträger" bereits hinreichend unter Beweis stellen: Nur an zwei Spieltagen blieb die Mannschaft ohne eigenen Treffer. Wird die Gegentorflut aber nicht eingestellt, könnte es trotz offensiver Qualität äußerst eng mit der Rettung werden.

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