Preußen Münster & Sven Hübscher: Passt das?

Potentieller Antwerpen-Nachfolger

Sven Hübscher an der Seitenlinie.

Favorit auf die Nachfolge von Marco Antwerpen: Sven Hübscher. ©Imago/foto2press

Ab Sommer braucht Preußen Münster einen neuen Trainer. Bereits Ende Januar informierte Marco Antwerpen den Klub, dass er seinen zum Saisonende auslaufenden Vertrag nicht verlängern wird. Favorit auf die Nachfolge ist Sven Hübscher, aktuell Cheftrainer von Werder Bremens zweiter Mannschaft.

Preußens Sportdirektor Malte Metzelder bestätigte gegenüber Bild Gespräche mit dem 40-Jährigen: „Ja, das stimmt. Ein sehr interessanter Trainer. Aber es ist noch nichts unterzeichnet.“ Nach Liga-Drei.de-Informationen soll Hübscher sich bereits seit längerem mit dem Gedanken an einen Trainerposten in der ersten Reihe befassen. Obwohl noch über den Sommer hinaus an der Weser unter Vertrag, würden ihn die Verantwortlichen bei einem Angebot ziehen lassen.

Keine Konstanz mit Bremen II

Für Hübscher wäre damit nach einem Jahr die Rückkehr in die 3. Liga perfekt. Mit Werder II, das er in der Vorsaison nach dem 23. Spieltag übernahm, konnte er den Abstieg nicht mehr verhindern. Der sofortige Wiederaufstieg ist bei aktuell 19 Punkten Rückstand auf den souveränen Tabellenführer VfL Wolfsburg II außer Reichweite.

Dass Bremens U23 ein weiteres Jahr in der Regionalliga verbringen wird, dürfte auch daran liegen, dass Hübscher der Mannschaft bislang noch keine Konstanz einimpfen konnte. Mehr als zwei Siege in Folge gelangen der Mannschaft unter ihm bislang nicht.

Der Druck in Münster wäre größer

Ein Problem, das er auch in Münster bewältigen müsste. Die Preußen können in dieser Saison lediglich drei Siegesserien vorweisen, zwei über jeweils zwei Partien und eine mit drei. So liegt Preußen nur auf Tabellenplatz elf.

Auch der Druck und die Erwartungshaltung von Außen wären andere als an der Weser. Liegt der Fokus eines U23-Trainers auf der Weiterentwicklung der Spieler, die auf lange Sicht möglichst den Sprung in den Profi-Bereich schaffen sollen, würde man ihn in Münster an den blanken Ergebnissen messen. Zwar gehört die Weiterentwicklung von Talenten auch beim SCP zum Anforderungsprofil an den neuen Trainer, dafür dürfte er aber weniger Zeit eingeräumt bekommen.

Viel Zeit für eine Entscheidung bleibt nicht

Mit dem Arbeiten in einem emotionalen Umfeld ist er seit seiner Zeit auf Schalke zwar vertraut. Dort war er jedoch entweder im Jugendbereich (U16 & U17) tätig, oder stand in seinen dreieinhalb Jahren als Co-Trainer der Bundesliga-Mannschaft im Windschatten von drei verschiedenen Chef- und einem Interimstrainer.

Viel Zeit mit einer Entscheidung will und sollte man sich bei den Preußen nicht lassen. Die Verträge von elf Spielern laufen im Sommer aus, der Kader für die neue Saison muss geplant werden. Wer dann auf dem Trainerstuhl sitzt, dürfte eine der ersten Fragen sein, die den Verantwortlichen in Vertragsgesprächen gestellt werden.

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