Preußen Münster: Teamcheck 2018/19

Analyse & Prognose zur neuen Saison

Martin Kobylanski, Robias Rühle und Philipp Hoffmann feiern

Wie oft dürfen Kobylanski (l.) und Co. in der kommenden Spielzeit jubeln? ©Imago/Kirchner-Media

Eine erneut turbulente Spielzeit liegt hinter Preußen Münster. Auf den vielsprechenden Saisonstart folgte die Talfahrt, die schließlich in der Entlassung Benno Möhlmanns gipfelte. Neu-Coach Marco Antwerpen stabilisierte die Adlerträger und führte sie am Ende auf Rang zehn.

Was ist mit den bisherigen neun externen Neuzugängen in der kommenden Saison drin? Liga-Drei.de nimmt die Münsteraner unter die Lupe und gibt am Ende des Artikels eine Saisonprognose ab. Wo landen die Adler?

Kader & Transfers

Münster hat eine ganze Reihe von talentierten Eigengewächsen, die sich unter Antwerpen zuletzt blendend entwickelten. Von den Abgängen wiegt sicherlich der Verlust von Goalgetter Adriano Grimaldi am schwersten. Ersetzt werden soll er von Regionalliga-Bomber Rufat Dadashov, der sich mit 25 Toren beim BFC Dynamo für die Preußen empfahl und gut ins System von Marco Antwerpen passt.

Im Mittelfeld setzt Münster auf Konstanz, bis auf Michele Rizzi (Wolfsburg II) verließ kein Stammspieler den Verein. Ersetzen soll ihn Lottes Kevin Pires Rodrigues. Mit Philipp Müller, der verletzungsbedingt lange ausfiel, kommt eine interessante Alternative vom SV Wehen Wiesbaden für die Außenbahn. Generell auffällig: Münster setzt auf entwicklungsfähige Spieler, kein Neuzugang ist älter als 26.

Die junge Innenverteidigung wird angeführt von Simon Scherder und hat mit Dominik Lanius (Viktoria Köln) noch einen talentierten Abwehrmann hinzubekommen. Im Tor muss Münster den Abgang von Körber ersetzen (Leihende), Eigengewächs Maximilian Schulze-Niehues hat aber bereits mehrfach bewiesen, dass er das Zeug zur Nummer eins hat. Zusätzlich steht mit Neuzugang Schnitzler ein ambitionierter Schlussmann bereit.

Die aktuelle Form

Offensiv überzeugten die Preußen in der Vorbereitung meist, doch in der Defensive muss Antwerpen noch nachjustieren. In jedem Testspiel kassierte Münster mindestens einen Gegentreffer, zuletzt gegen Regionalligist Verl gar derer drei.

Dass es um die Motivation und Fitness der Adlerträger gut bestellt ist, war am hohen Tempo der jüngsten Testspiele abzulesen. Die Neuzugänge wie Pires Rodrigues schienen bereits gut in die Mannschaft integriert. Wenn Antwerpen die Defensiv-Schwierigkeiten in den Griff bekommt, ist Münster gut für den Saisonstart gerüstet.

Stärken & Schwächen

Marco Antwerpen entwickelte die junge Münsteraner Mannschaft in der Rückrunde der vergangenen Saison weiter und stellte die Auswärtsschwäche ab: Während die Preußen in der Hinrunde nur einen Sieg auf fremdem Parkett landeten, waren es unter Antwerpen vier. Zuhause ist Münster unangenehm zu bespielen, was lediglich 17 Gegentore vor heimischem Publikum in der vergangenen Saison beweisen – in dieser Statistik die viertwenigsten.

Die Preußen haben eine junge, hungrige Mannschaft, gespickt mit Anführern – das Teamgefüge scheint zu stimmen. Allerdings könnte mangelnde Erfahrung in manchen Situationen zum Verhängnis werden. Zudem ist unklar, ob Dadashov, Hoffmann und Co. den Abgang von Adriano Grimaldi auffangen können, der in der vergangenen Spielzeit 15 Tore erzielte und weitere sieben auflegte.

Marco Antwerpen coacht Preußen Münster

Klare Vorstellungen: Preußen-Coach Marco Antwerpen. ©Imago/Picture Point

Der Trainer

Bei Marco Antwerpen ist auffällig, dass er meist das Team oder den Kader als Gesamtheit lobt und fast nie einzelne Spieler hervorhebt. Der Mannschaftserfolg steht für den 46-Jährigen über allem, gleichzeitig kann er aber auch Spieler individuell weiterbringen.

Taktisch ist Antwerpen variabel, wechselte in der vergangenen Saison zwischen einem 4-2-3-1 und einem System mit Dreier-Abwehrkette. Für den Gegner ist Münster so schwerer einzuschätzen. Im Umfeld des Vereins kennt sich der Coach bestens aus, absolvierte er doch bereits als Spieler über 180 Partien für die Preußen. Auch das spricht für seine Identifkation mit dem Verein.

Die mögliche Startelf

Wir erwarten eine taktisch variable Münsteraner Elf. In den Vorbereitungsspielen testeten die Preußen meist im 4-2-3-1 oder im 3-4-3 System. Spieler wie Schweers oder Scherder werden gesetzt sein, genauso wie Braun im defensiven Mittelfeld.

Neben ihm empfahl sich Rodrigues Pires in der Vorbereitung als ballsicherer Mitstreiter, ansonsten kann Antwerpen auch auf Kobylanski zählen. Wenn Münster mit einer Spitze agiert, wird Dadashov erste Wahl sein, spielen die Preußen variabler, könnten Rühle/Hoffmann, Warschewski und Cueto/Müller in vorderster Linie auflaufen.

Die voraussichtliche Startelf: Schulze Niehues – Schweers, Scherder, Lanius – Menig, Kobylanski, Braun, Heidemann – Rühle, Warschewski, Müller

Fazit & Prognose

Die Preußen haben eine ausgewogene Truppe, die von einem Trainer mit taktischem Geschickt angeleitet wird. Zudem herrscht im Umfeld momentan Ruhe. Gegen die Favoriten kann es allerdings auf Kleinigkeiten ankommen, wo es der Antwerpen-Elf womöglich noch an Erfahrung fehlt. Zudem muss sie ihre momentanen Schwierigkeiten in der Defensive in den Griff kriegen. Gelingt dies, sehen wir die Adlerträger im gesicherten Tabellenmittelfeld.

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