Preußen Münster: Was wurde aus den Abgängen 2019?

Fabian Menig, René Klingenburg & Co.

Fabian Menig im Trikot von Preußen Münster

74 Drittliga-Spiele mit dem Adler auf der Brust: Fabian Menig. ©Imago images/Osnapix

Nach zwei Jahren bei Preußen Münster, in denen er fast alle Spiele bestritt, machte sich Fabian Menig im Sommer auf zu seinem ersten Auslandsabenteuer. Der Außenverteidiger ging in die österreichische Bundesliga und schloss sich Admira Wacker Mödling  an.

Durchaus ein Leistungssprung, wie der 25-Jährige gegenüber Liga-Drei.de verrät, schließlich sind Mannschaften wie RB Salzburg und der LASK auch international dabei. Doch die Umstellung verlief bislang zufriedenstellend: „Es sind super Erfahrungen sich mit solchen Teams messen zu können und ich denke auch, dass mir persönlich der Sprung in und die Anpassung an die Liga sehr schnell und gut gelungen sind.“

Wie beim SCP schickt sich Menig auch in Österreich an, ein Dauerbrenner zu werden. 13 von 14 möglichen Partien bestritt er über die volle Distanz. Persönlich ist also soweit alles im grünen Bereich, die Mannschaft jedoch steckt im Abstiegskampf.

Münster im Herzen

„Wir konnten zu Saisonbeginn nicht annähernd die Leistungen auf den Platz bringen, zu denen wir fähig sind. Mit dem Trainerwechsel und nachdem der Kader nochmals aufgewertet wurde ist ein klarer Aufwärtstrend zu erkennen.“, ist der gebürtige Allgäuer aber optimistisch.

Auch was den weiteren Saisonverlauf der Preußen angeht, fehlt ihm nicht der Glaube an bessere Zeiten und das Verlassen des Tabellenkellers. „Der Weg dort heraus ist ein sehr steiniger und auch mit weiteren Rückschlägen muss zu rechnen sein. Dennoch bin ich überzeugt davon, dass die Qualität im jetzigen Kader vorhanden ist, um den Klassenerhalt zu schaffen.“, drückt er dem Ex-Klub die Daumen.

Schließlich denkt er gerne zurück an die Zeit in Westfalen, speziell an den Anhang, zu dem er laut eigener Aussage ein besonderes Verhältnis hatte. „Es war jedes Mal ein überragendes Gefühl im Preußenstadion von den Fans angepeitscht zu werden und im Anschluss viele schöne Siege, gemeinsam mit ihnen, zu feiern. Ich werde den Verein, die Fans und auch die Stadt für immer in meinem Herzen behalten.“

Fabian Menig von Admira Wacker Mödling

Auch im Admira-Trikot ist Fabian Menig nimmermüde auf dem Flügel unterwegs. ©Imago images/GEPA Pictures

Die übrigen Abgänge:

Cyril Akono
Das Interesse von Mainz 05 am jungen Angreifer kam für viele überraschend. Der Bundesligist baut den 19-Jährigen über die U23 auf, für die er in 14 Regionalliga-Spielen bisher drei Tore erzielte.

Philipp Müller
Obwohl der Rechtsaußen sich unter anderem bei Zweitligist Holstein Kiel im Probetraining anbieten durfte, fand er bisher keinen neuen Verein.

Martin Kobylanski
Der Offensivmann machte mit zwölf Toren vergangene Saison nachhaltig auf sich aufmerksam. Eintracht Braunschweig sicherte sich seine Dienste. Bei den Niedersachsen erlebte er einen ähnlich starken Saisonstart, wie bei den Preußen 2018. Wie bei der ganzen Mannschaft ging seine Formkurve aber zuletzt etwas nach unten. Dennoch steht er bereits bei sechs Tore und fünf Assists.

Danilo Wiebe
Mit Verspätung ging der Defensive Mittelfeldspieler denselben Weg wie Kobylanski. Beim SCP bekam er keinen neuen Vertrag, empfahl sich aber über ein Probetraining bei der Eintracht. Seit dem 6. Spieltag fehlte er keine Minute.

Dominik Lanius
Der Verteidiger erlebte die zeit bei den Preußen eher als Enttäuschung. Sein Trainer aus Viktoria-Zeiten Marco Antwerpen setzte in Münster nicht auf ihn. Im Sommer kehrte er zu den nunmehr aufgestiegenen Kölnern zurück. Dort war er zunächst gesetzt, ist aber seit ein paar Wochen Reservist.

Tobias Rühle
Der Angreifer blieb ebenfalls in der 3. Liga. Beim KFC Uerdingen kommt er bisher nur sporadisch zu Einsätzen.

Moritz Heinrich
Moritz Heinrich kann einen deutlichen Entwicklungssprung verzeichnen. Seit seinem Wechsel zur SpVgg Unterhaching bestritt er 13 Liga-Spiele, in denen er fünf Tore erzielte und zwei vorlegte.

René Klingenburg
Für René Klingenburg war das Jahr beim SCP ein gelungener Karriere-Neustart. Er wurde von Dynamo Dresden in die 2. Bundesliga geholt, wo er allerdings meist von der Bank kommt. Aktuell steckt er mit Dynamo mitten im Abstiegskampf.

Julian Conze
Das Münsteraner Eigengewächs zog es ganz weit weg. Er ging zum Studium in die USA um an der University of Maryland zu studieren und auch Fußball zu spielen.

Sandrino Braun
Sandrina Braun führt inzwischen als erfahrener Mann die U23 des SC Freiburg an. In der Regionalliga Südwest ist der 30-Jährige in zwölf von 17 Speieln eingesetzt worden, trägt zudem die Kapitänsbinde.

Tobias Warschewski
Das große Talent Warschewskis kam nur selten zur Geltung. Der Angreifer erhielt keinen neuen Vertrag im Sommer und ist nun vereinslos.

Lion Schweers
Der Innenverteidiger muss sich bei den Würzburger Kickers mit der Reservistenrolle abfinden. Seit dem 7. Spieltag hat er nicht mehr auf dem Platz gestanden. In Münster war er noch meist Stammspieler gewesen.

Adrian Knüver
Wie Conze ein Eigengewächs, das sich nicht durchsetzen konnte. Der Zentrale Mittelfeldspieler ging zu Eintracht Rheine in die Oberliga Westfalen, wo er viel Spielzeit bekommt und aktuell auf Platz fünf liegt.

Benjamin Schwarz
Mit 33 Jahren und nach vielen Verletzungen ist für Schwarz vorerst Schluss mit Fußball. Der gebürtige Münchener ist in seine Heimat zurückgekehrt, arbeitet an seiner beruflichen Zukunft.

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