Rot-Weiß Erfurt: Bleibt die Dreierkette?

Trainer lässt Entscheidung offen

RWE-Trainer Stefan Krämer

Dreierkette auch gegen Paderborn? RWE-Coach Stefan Krämer ist sich noch unschlüssig. ©Imago

In der Liga warten die Thüringer auch nach vier Spieltagen noch auf den ersten Erfolg. Zwei Niederlagen sowie zwei weitere Unentschieden reichen momentan für den 18. Tabellenplatz. Während sich die Offensive nach erst zwei Saisontoren weiter ordnen muss, präsentiert sich die Defensive trotz der bisherigen sechs Gegentore zunehmend stabiler.

Menz sieht Vorteile

Auch im Pokal waren die Erfurter gefordert, gegen den Bundesligisten TSG 1899 Hoffenheim gab es ein knappes 0:1. Die Partie nutzte RWE-Coach Stefan Krämer für taktische Änderungen , so ließ der 50-Jährige in der Defensive mit einer Dreierkette agieren. Während sich der Coach noch unschlüssig ist, ob diese Lösung auch etwas für den normalen Ligaalltag ist, scheint Christoph Menz von dem System überzeugt zu sein.

„Ich finde, das System ist etwas für die Liga. Ich hätte es früher schon gerne gespielt. Du fühlst dich hinten relativ sicher, gibst dem Gegner wenig Räume“, zeigt sich der 28-Jährige in der Bild (Ausgabe vom 15.08.2017) als ein Sympathisant der Dreierkette.

Am Wochenende steht das Heimspiel gegen den Tabellenführer aus Paderborn an, ob Krämer sich dabei erneut für die neue Variante entscheiden will, lässt er offen: „In der 3. Liga geht es eher über die Außen, hoch hinter die Ketten. Da müssen wir uns fragen, wenn das die entscheidenden Räume sind, ob es sinnvoll ist, das Zentrum zu schließen.“

Krämer führt seine Überlegungen jedoch fort, betont dabei, dass „es Gegner oder Situationen im Spiel geben [kann], wegen denen du etwas ändern musst.“ Nicht nur die Mannschaft betrat gegen Hoffenheim taktisches Neuland, auch für den 50-Jährigen war die Umstellung auf eine Dreierkette, bestehend aus Mens, Jens Möckel und Florian Neuhold, Neuland.

Geglückte Premiere

Schaut man sich die bisherigen Stationen Krämers an, kristallisiert sich schnell die favorisierte Aufstellung heraus. Der 50-Jährige ließ bislang stets im 4-2-3-1 agieren, auch ein 4-4-2- mit zwei defensiven Mittelfeldspielern nutzte der gebürtige Mainzer häufig.

Vielleicht stellte Hoffenheim jedoch auch einen der angesprochenen Gegner dar, die Krämer zur Umstellung drängten. Oft richtete der Fußballlehrer seine Teams (Arminia Bielefeld und Energie Cottbus) in Pokalspielen anders aus, die noch so erfolgreiche Dreierketten-Premiere kann in Erfurt somit auch in die Kategorie „Eintagsfliege“ fallen.

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