Rot-Weiß Erfurt: Emmerling wohl neuer Trainer

Chefcoach Bergner freigestellt

Bald wieder RWE-Trainer? Stefan Emmerling

Steht wohl bald wieder bei RWE an der Seitenlinie: Stefan Emmerling © Imago

Update (16:15 Uhr)
Nach übereinstimmenden Medienberichten, dass RWE und Coach David Bergner getrennte Wegen gehen, steht auch der Nachfolger offenbar fest. Wie die Bild berichtet wird Stefan Emmerling das Traineramt bei den Erfurtern übernehmen. Eine offizielle Bestätigung der Thüringer steht aktuell noch aus.

Ursprünglicher Artikel (06:43 Uhr)
Bei Rot-Weiß Erfurt sind die Tage von Trainer David Bergner womöglich schon wieder gezählt. Medienspekulationen zufolge steht der 43-Jährige nach der 0:1-Niederlage des Schlusslichts am vergangenen Wochenende bei der SG Sonnenhof Großaspach vor seiner Ablösung.

Informationen der Bild-Zeitung (Ausgabe vom 20.11.2017) zufolge ist Stefan Emmerling im Augenblick Favorit auf den Trainer-Posten der Thüringer. Das Blatt veröffentlichte als vorzeigbares Indiz ein Foto, das den früheren RWE-Coach als Zuschauer beim Auftritt des Tabellenletzten in Großaspach zeigt.

Bergners enttäuschende Bilanz

Bergner war in Erfurt erst Anfang Oktober vom Scout und Leiter des Nachwuchszentrums zum Cheftrainer und damit zum Nachfolger seines beurlaubten Vorgängers Stefan Krämer befördert worden. Allerdings blieb der erhoffte Erfolgseffekt der Maßnahme aus: Unter Bergner holte RWE in fünf Ligaspielen nur einen Punkt und schied außerdem im Landespokal gegen den Ligarivalen Carl Zeiss Jena aus.

Emmerling, der zuletzt für Erfurts Ligakonkurrenten SC Paderborn arbeitete, kennt sich am Steigerwaldstadion gut aus. Der 51-Jährige stand bereits von März 2010 bis August 2012 bei RWE in der Verantwortung. In den beiden vollen Spielzeiten unter seiner Regie belegte Erfurt in der Abschlusstabelle jeweils den fünften Platz.

Eine neuerliche Verpflichtung Emmerlings würde jedoch die finanzielle Belastung des mit fast 6,8 Millionen Euro verschuldeten Klubs zusätzlich erhöhen. Die Thüringer Allgemeine berichtete in diesem Zusammenhang über die Suche der RWE-Führung nach einem Privatsponsor zur Finanzierung des Ex-Profis.

Eine „geldneutrale“ Lösung der Trainer-Frage durch eine Wiedereinsetzung von Krämer hat sich inzwischen wohl endgültig erledigt. Ein Gespräch der Klubspitze mit dem gebürtigen Mainzer über ein Comeback blieb offenbar ohne Ergebnis.

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