Rot-Weiß Erfurt: Immer neue Brandherde

Eskalation im Streit mit Ex-Trainer Krämer

Ex-Trainer Stefan Krämer erhebt neue Vorwürfe gegen RWE

Blick zurück im Zorn: Erfurts Ex-Trainer Stefan Krämer © imago

Im Chaos bei Schlusslicht Rot-Weiß Erfurt flammen auch nach der vorläufigen Zulassung des beantragten Insolvenzverfahrens in Eigenverwaltung immer neue Brandherde auf. In der Auseinandersetzung mit Ex-Trainer Stefan Krämer ist mittlerweile sogar auch von strafrechtlichen Konsequenzen die Rede.

Wir befinden uns im strafrechtlichen Bereich. (Stefan Krämers Anwalt Stefan Schwarz)

Einem Bericht der Bild-Zeitung (Ausgabe vom 19.03.2018) zufolge soll RWE seit Jahresbeginn trotz des seinerzeit noch laufenden Vertrages mit Krämer keine Sozialversicherungsbeiträge mehr für den im vergangenen Oktober freigestellten Coach gezahlt haben.

Krämers Anwalt Stefan Schwarz bestätigte dem Blatt Hinweise an Erfurts Vereinsführung, dass „wir uns damit im strafrechtlichen Bereich befinden“. Für entsprechende Vorgänge, durch die im mutmaßlichen „Fall Erfurt“ Krämer laut Schwarz „schwerer Schaden entstanden“ sein soll, droht laut Strafgesetzbuch eine Geldstrafe oder Haft von bis zu fünf Jahren.

Im April Gerichtstermin wegen ausstehender Gehaltszahlungen

Der neue Eklat bedeutet eine Eskalation des Streits zwischen Krämer, der seit Mittte März beim Regionalligisten KFC Uerdingen wieder arbeitet, und RWE. Bereits Anfang Februar war bekannt geworden, dass die Thüringer dem 50-Jährigen noch rund 30.000 Euro an Gehältern und Prämien schulden. Zwar hat Krämer inzwischen sein Dezember-Gehalt offenbar überwiesen bekommen, aber dennoch ist laut Bild für April ein Termin beim Arbeitsgericht anberaumt.

Für Erfurts Präsident Frank Nowag kommen Krämers Vorwürfe der Unseriosität zur Unzeit. Seit seinem umstrittenen Gang zum Insolvenzgericht in der Monatsmitte steht der 47-Jährige wegen eigensinniger und unkooperativer Amtsführung in der Kritik.

Erst am Wochenende war am Rande von Erfurts 2:4-Niederlage beim SV Wehen Wiesbaden die vorläufige Einstellung von Zahlungen des RWE-Hauptsponsors bis zu einer Ablösung von Nowag öffentlich geworden. Das Berliner Autohaus begründete nach einem schon geleisteten Vorschuss auf die Zahlungen für die kommende Saison seine Entscheidung mit Vorbehalten gegen Nowag und kündigte an, mit dem derzeitigen RWE-Präsidenten nicht mehr kommunizieren zu wollen.

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