Rot-Weiß Erfurt: Krämer mit Brandrede vor Thüringen-Derby

Trainer mahnt und fordert mehr Zusammenhalt

Stefan Krämer, Trainer von Rot Weiß Erfurt, vor dem Spiel

Ist mit der momentanen Situation bei RWE nicht zufrieden: Coach Stefan Krämer ©Imago

Am morgigen Samstag schaut ganz Thüringen auf das Derby zwischen dem FC Rot-Weiß Erfurt und Carl Zeiss Jena. Das brisante Spiel ist ausverkauft, allerdings werden auf der Westtribüne diesmal keine Fans Platz nehmen dürfen, da dieser Stadionabschnitt bekanntermaßen von der Feuerwehr wegen Brandschutzauflagen gesperrt wurde.

Geschlossenheit das A und O

Diese Situation stößt nicht nur den RWE-Fans bitter auf, auch Erfurts Coach findet in der Bild (Ausgabe vom 08.09.2017) dafür deutliche Worte. „Dass das Stadion nur zu zwei Dritteln gefüllt ist, gibt es nirgendwo, nur bei Rot-Weiß. Jeder lacht uns aus“, sagte Stefan Krämer. Er appelliert daher an die Führungsetage des Vereins und an die Stadt, die Zusammenarbeit müsse „deutlich besser werden“.

Jeder lacht uns aus (Stefan Krämer über die Sperrung der Westtribüne)

Die momentane Unruhe im Verein nimmt der Trainer außerdem zum Anlass, um vor der fehlenden Geschlossenheit innerhalb des Klubs zu warnen. Diese wäre das Erfolgsgeheimnis des letzten Jahres gewesen, derzeit fehle sie jedoch.

Der gebürtige Mainzer übernahm RWE im Januar 2016 auf Platz 15 im Abstiegskampf und führte den Klub in der gleichen Saison auf Platz acht. In der letzten Spielzeit rutschte Erfurt erneut in den Tabellenkeller, konnte sich aber letztlich retten.

Habe ganz große Bedenken, dass der Klub in der Bedeutungslosigkeit verschwindet. (Krämer über einen möglichen Abstieg)

Auch in dieser Spielzeit ist Krämer optimistisch, dass es mit dem Klassenerhalt klappt. Seine Mannschaft werde „in der Liga bleiben, da bin ich mir sehr sicher“. In der laufenden Spielzeit konnte RWE allerdings noch keinen Sieg erringen und liegt damit auf dem vorletzten Tabellenplatz. Das ist die schlechteste Platzierung, seit der 50-Jährige Coach das Traineramt in Erfurt übernahm.

Für den Verbleib in Liga drei müsse der bereits angesprochene Zusammenhalt und die Geschlossenheit her, denn wenn es weiterläuft wie momentan, steuere der Verein ganz schweren Zeiten entgegen. „Und ich habe ganz große Bedenken, dass der Klub in der Bedeutungslosigkeit verschwindet, wenn er es nicht schafft, die Liga zu halten“, so Krämer.

Den größten Einfluss, um Aufbruchstimmung sowohl bei den Fans als auch im Verein zu erzeugen, dürften Krämer und seine Mannschaft selbst haben, wenn ihnen im für viele Anhänger wichtigsten Spiel des Jahres ein Sieg gegen den Erzrivalen Carl Zeiss Jena gelänge.

Noch kein Konto bei 3.Liga-Sponsor bwin? Jetzt anmelden & bis zu 100€ Willkommensbonus kassieren!