Rot-Weiß Erfurt: Krämer-Rückkehr im Gespräch

Rolle rückwärts in Trainer-Frage laut Medienbericht denkbar

Comeback als RWE-Coach denkbar: Stefan Krämer

Rückkehr zu RWE? Stefan Krämer © imago

Rot-Weiß Erfurt avanciert zum Tollhaus der Liga. Kurz nach der Posse um Präsident Rolf Rombach ist beim Schlusslicht als weiteres Zeichen für die Entmachtung des RWE-Bosses nunmehr angeblich auch eine Rückkehr des vor rund einem Monat freigestellten Trainers Stefan Krämer eine Option für den sportlichen Überlebenskampf.

Ich hätte dagegen gestimmt. (RWE-Vize Frank Nowag zur Trennung von Stefan Krämer)

Von den Überlegungen der umgebauten Vereinsführung über eine abermalige Rolle rückwärts auch in der Trainer-Frage berichtet die Thüringer Allgemeine in ihrer Mittwoch-Ausgabe. Bereits am Vortag hatte der aus dem Aufsichtsrat ins RWE-Präsidium geschickte „Vize“ Frank Nowag aus seiner Ablehnung der Trennung von Krämer in einem Interview kein Hehl gemacht: „Ich hätte dagegen gestimmt“, sagte Nowag.

Keine Wende unter Krämer-Nachfolger Bergner

Krämer war Anfang Oktober nach der 1:3-Heimpleite gegen Aufstiegskandidat SV Wehen Wiesbaden sowie dem Absturz ans Tabellenende durch insgesamt drei Niederlagen in Folge von RWE entlassen worden. Sein aus dem RWE-Nachwuchsleistungszetrum beförderter Nachfolger David Bergner allerdings konnte die Hoffnungen auf eine Wende nicht erfüllen: In den vier Spielen unter seiner Regie holte Erfurt lediglich einen Punkt und hält immer noch die „Rote Laterne“.

Ein Comeback Krämers wäre ein Paukenschlag und eine erneute Umkehrung des „Hire and fire“-Prinzips bei RWE innerhalb weniger Tage. Denn an der Vereinsspitze war Rombach erst am vergangenen Wochenende zwei Tage nach seiner Entlassung wieder als Präsident eingesetzt worden – jedoch mit offenkundig stark beschnittenen Machtbefugnissen.

Eine Korrektur von Rombachs Entscheidung in der „Personalie Krämer“ würde denn auch nur einmal mehr die neuen Kräfteverhätnisse im Klub widerspiegeln. Schon bei der Beurlaubung des populären Coaches hatte der Aufsichtsrat mangelnde Einbindung in den Entscheidungsprozess beklagt und den Vorgang inhaltlich moniert.

Krämer, der RWE in den beiden vergangenen beiden Spielzeiten jeweils vor dem Abstieg bewahrt hatte, steht trotz seiner Freistellung bei vollen Bezügen noch bis Saisonende unter Vertrag. Durch die Wiedereinstellung des Mainzers könnte Erfurt angesichts der prekären Finanzsituation (6,5 Millionen Euro Verbindlichkeiten) im Falle einer sich offenbar abzeichnenden Trennung von Bergner zugleich das Gehalt für einen neuen Trainer sparen.

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