Rot-Weiss Essen sucht juristische Hilfe

Für den Fall des Regionalliga-Abbruchs

Marcus Uhlig von Rot-Weiss Essen

Geschäftsführer Marcus Uhlig sieht seinen Verein benachteiligt. ©imago images/Markus Endberg

Rot-Weiss Essen kämpft weiter um seine Chance, in der kommenden Saison in der 3. Liga spielen zu können. Dafür sucht sich RWE jetzt auch juristische Unterstützung, besonders für den Fall eines Saisonabbruchs in der Regionalliga West.

Diesen befürworten nach einer Telefonkonferenz aller Klubs 16 von 18 in der West-Staffel antretenden Vereine. Nur RWE ist dagegen, dazu gab es eine Enthaltung. „Für all das, was ab jetzt passiert, werden wir uns juristischen Beistand holen“, kündigt Geschäftsführer Marcus Uhlig in einer unter anderem von der Süddeutschen Zeitung verbreiteten Meldung der Deutschen Presse-Agentur an.

RWE befürwortet zweigleisige 3. Liga

„Es kann nicht sein, dass der Verband Verl zum Meister kürt und wir bekommen gar nichts“, fordert Uhlig Kompensationen für den Fall eines Abbruchs. RWE hatte mit namhaften Neuzugängen und der Verpflichtung von Christian Titz als Trainer vor der Saison klar das Ziel Aufstieg angepeilt.

Da der SV Rödinghausen als Tabellenführer auf den Aufstieg verzichtet, hat Essen als Tabellendritter hinter Verl tatsächlich rechnerisch noch Aussichten, die Relegation gegen den Meister der Nordost-Staffel zu erreichen. Allerdings hat Verl zwei Spiele weniger, könnte also auf acht Punkte davonziehen.

Als Lösungsvorschlag unterstützt der Traditionsklub von der Hafenstraße ein Papier, dass Südwest-Vertreter SV Elversberg dem DFB vorgelegt hat. Demnach soll die 3. Liga zweigleisig werden, in eine Nord- und eine Süd-Staffel gespalten werden und so allen potentiellen Aufsteigern der verschiedenen Staffeln die Möglichkeit bieten, die Regionalliga zu verlassen.

Diese Gedankenspiele lehnt der DFB aber bislang komplett ab, auch die Drittligisten befürworten sie nicht mehrheitlich. Nachdem gestern zudem eine große finanzielle Unterstützung von Seiten der DFL für die Drittliga-Vereine zugesichert wurde, dürfte die Bereitschaft zur Aufstockung der Liga noch weiter abgenommen haben.