SC Paderborn: Baumgart-Vertrauen in Mannschaftsmoral

Baumgart verspricht neue Lösungen

Sucht Lösungen für kommende Aufgaben: Paderborns Coach Steffen Baumgart

Vertrauen in seine Mannschaft: SCP-Trainer Steffen Baumgart © imago/pmk

Trotz aller Verärgerung über die historisch einmalige Niederlage gegen Schlusslicht Rot-Weiß Erfurt sieht sich Trainer Steffen Baumgart bei Spitzenreiter SC Paderborn nicht als Seelenmasseur gefordert. Der Coach hält die Moral seines Teams weiterhin für intakt.

Ich glaube nicht, dass ich auch nur einen Spieler extra aufrichten muss. (SCP-Trainer Steffen Baumgart)

Baumgart stellte die zweite Heimniederlage der Saison als Betriebsunfall aufgrund „einiger fehlender Prozentpunkte“ ohne allerdings weitere Auswirkungen auf den weiteren Verlauf des Projekts Aufstieg dar. „Ich glaube nicht, dass ich auch nur einen Spieler extra aufrichten muss“, meinte der Coach im Westfalen-Blatt.

Selbstkritik im Paderborner Lager

Im Lager der Ostwestfalen herrschte nach der ersten Heimniederlage eines Tabellenführers gegen einen Tabellenletzten in der zehnjährigen Geschichte der dritten Liga auch betont Selbstkritik. Man sei schließlich vor Erfurt gewarnt gewesen, habe „es aber einfach nicht auf die Kette bekommen“, konstatierte Einwechselspieler Sven Michel.

Paderborns Sportchef Markus Krösche erlaubte sich angesichts des geschmolzenen Vorsprungs auf die Verfolger gleichwohl einige grundsätzliche Worte. Der Ex-Profi bescheinigte den SCP-Spielern ungeachtet ihres erneut couragierten Auftritts auch in doppelter Unterzahl „erst Standfußball und dann naiven Fußball“.

Baumgart will aus den neue Problemen seiner Mannschaft bereits bis zum nächsten Punktspiel beim Aufsteiger SV Meppen (Samstag) notwendige Lehren ziehen und neue Lösungen finden. „Dass die Rückserie sehr viel schwieriger wird, weil sich die Gegner besser auf uns einstellen, war mir klar“, verdeutlichte der Coach die veränderten Anforderungen auch an seine Person.