SC Paderborn: Euphorie ist tabu

Spitzenreiter peilt Torrekord an

Euphorie unerwünscht: Paderborns Coach Steffen Baumgart

Betont nüchtern: SCP-Trainer Steffen Baumgart © imago/foto2press

Bei Aufstiegsfavorit SC Paderborn soll die Rückkehr in die zweite Liga nicht an Übermut auf der Ziellinie scheitern. Obwohl den Ostwestfalen nach dem 5:0-Kantersieg beim VfL Osnabrück nur noch ein Sieg aus den restlichen vier Begegnungen zum endgültigen Sprung nach oben reicht, will die sportliche Leitungsebene Anflüge von verfrühter Euphorie vor dem womöglich schon entscheidenden Heimspiel gegen Aufsteiger SpVgg Unterhaching (Samstag) zum Tabu machen.

Der Weg ist noch nicht zu Ende. (SCP-Trainer Steffen Baumgart)

Besonders Trainer Steffen Baumgart bemüht sich trotz der glänzenden Ausgangsposition seines Teams an der Tabellenspitze um Sachlichkeit. „Wir haben drei Punkte gewonnen, die nehmen wir gerne. Aber der Weg ist noch nicht zu Ende“, kommentierte der Coach in der Neuen Westfälischen Paderborns drittes Torfestival in Serie.

Sportchef Markus Krösche wies unterdessen Fragen nach Vorbereitungen für eine Aufstiegsfeier ebenfalls entschieden zurück. „Solange wir rechnerisch nicht uneinholbar sind, planen ich keine Party“, sagte der 37-Jährige in der Bild-Zeitung (Ausgabe vom 16.04.2018).

Beste Chancen zum Aufstieg aus eigener Kraft

Zur Zerstreuung der letzten Zweifel sollten die verbleibenden vier Saisonspiele allerdings reichen. Die seit zehn Spielen ungeschlagenen Paderborner benötigen bei elf Punkten Vorsprung auf den SV Wehen Wiesbaden und den Karlsruher SC auf den Plätzen drei und vier nur noch zwei Remis oder einen einzigen Sieg zur Besiegelung ihres Aufstiegs aus eigener Kraft. Wiesbaden und Karlsruhe könnten die Baumgart-Elf allerdings auch schon im Falle auch nur jeweils eines eigenen weiteren Unentschiedens nicht mehr von den Aufstiegsplätzen verdrängen.

Zusätzliche Motivation für Paderborns Mannschaft über die Zweitliga-Rückkehr hinaus ist die Aussicht auf ein Kapitel Drittliga-Geschichte: Erzielt der SCP nur noch einen Treffer, würde der Tabellenführer den sieben Jahre alten Torrekord von Eintracht Braunschweig einstellen und mit noch einem weiteren Tor eine Bestmarke in der zehnjährigen Liga-Historie erzielen.

Baumgart wie Krösche räumten bei ihrer demonstrativen Tiefstapelei immerhin eine anprechende Form ihrer Mannschaft ein. „Es läuft in beide Richtungen gut“, sagte Baumgart im Fachmagazin Kicker (Heft 32 vom 16.04.2018) über die Leistungen seiner Defensive und Offensive. Krösche bescheinigte der SCP-Elf in der NW für ihre jüngsten Auftritte – vor dem Erfolg in Osnabrück feierte Paderborn ein 6:0 gegen Carl Zeiss Jena und ein 5:0 beim VfR Aalen„eine brutale Überzeugung“.

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