SC Verl bleibt seiner Linie treu

Trotz erster Niederlage

Autor: Simon Thijs Veröffentlicht: Samstag, 10.10.2020 | 16:49
Guerino Capretti vom SC Verl

Trainer Guerino Capretti schwankte zwischen Hader und Lob, ©Imago images/Noah Wedel

Viel fehlte nicht und der SC Verl wäre weiter ungeschlagen geblieben in der noch jungen Saison. Doch trotz einer halben Stunde Überzahl reichte es nach 1:3 nicht mehr zu einem Punktgewinn gegen Hansa Rostock. Dennoch lässt der Aufsteiger keine Zweifel am eigene Weg aufkommen.

„Das wirft uns auf gar keinen Fall um“, konstatierte Trainer Guerino Capretti nach der Partie bei Magenta Sport und fügte hinzu: „Die Art und Weise wie wir Fußball spielen wollen, wird sich nie ändern.“ 

Die Art und Weise der Verler, damit meint der angehende Fußballlehrer das ruhige Ausspielen von Situationen, wie es ihm auch gegen Hansa wieder gut gefallen hat. So kam seine Mannschaft zu einigen Chancen, spielte auch schon vor dem Platzverweis gegen einen der Aufstiegsaspiranten der 3. Liga mehr als ansprechend mit.

Naivität zu bemängeln

Knackpunkte waren Schiedsrichterentscheidungen zu Ungunsten der Westfalen. Zuerst gab es keinen Elfmeter als Rostocks Jan Löhmannsröben den Ball an die Hand bekam. Auf der anderen Seite legte der Unparteiische den Ball auf den Punkt, als Philipp Sander Gegenspieler Bentley Baxter Bahn oben an die Schulter fasste und möglicherweise unten am Fuß berührte.

„Wir haben uns zu sehr mit dieser Situation beschäftigt“, erklärte Capretti die anschließend etwas verloren gegangene Linie, musste aber auch seiner eigenen Defensive eine gewisse Naivität vorwerfen, festzumachen am 0:2, als sich Maurice Litka robust durchsetzte. 

Unter dem Strich wollte der Aufstiegstrainer seiner Elf aber keine großen Vorwürfe machen, bemerkte stattdessen, dass gerade eine Entscheidung gegen den FCH, der Platzverweis für Damian Roßbach, es seinen Spielern schwerer gemacht habe, zu Abschlüssen zu kommen.

„Das ist nicht ganz einfach, gerade gegen eine Mannschaft in Unterzahl“, benannte der 38-Jährige eine ungewohnte Konstellation. Dass der SC das Spiel macht und der Gegner tief verteidigt, dürfte die Ausnahme bleiben. Schon gegen den Vorjahresdritten FC Ingolstadt ist es kommende Woche wieder andersherum zu erwarten, mit einem dann nach Willen des Trainers erneut gute Gegenangriffe ausspielendem SC Verl.