Schubert will in die Köpfe

Rückschläge sollen besser verarbeitet werden

André Schubert ist neuer Trainer bei eintracht Braunschweig

André Schubert will mit vielen Gesprächen Braunschweigs Probleme lösen. ©Imago/Jan Huebner

Auf einer Pressekonferenz hat sich Braunschweigs neuer Trainer André Schubert der Öffentlichkeit präsentiert. Der Nachfolger von Henrik Pedersen präsentierte dabei ähnliche Analysen wie sein Vorgänger und will auch an der Spielphilosophie grundsätzlich nichts ändern.

Zu seinen ersten Ansätzen befragt sagte der 47-Jährige: „Es macht keinen Sinn, jetzt alles auf den Kopf zu stellen. Ich habe eine ähnliche Spielidee und favorisiere offensiven Fußball.“ Das bestätigen auch die Zahlen aus den jeweils erfolgreichen Jahren bei St. Pauli (Platz 4, 59 Tore) und Borussia Mönchengladbach (Platz 4, 67 Tore).

Wir werden jetzt viele Gespräche führen. (André Schubert)

Seine ersten Maßnahmen zielen jedoch weniger auf die spielerischen Elemente ab, als vielmehr auf die Psyche der Spieler: „Wir werden jetzt viele Gespräche führen. Da kommt die Länderspielpause gerade recht.“ Wie Henrik Pedersen mehrfach nach den letzten Spielen feststellte, liegt auch für Schubert das Hauptproblem in den Köpfen der Spieler. Ob ihres größtenteils noch jugendlichen Alters könnten sie Rückschläge nur schwer verdauen: „Leistungssport spielt sich zu großen Teilen im Kopf ab. Wir verfügen über eine sehr talentierte, junge Mannschaft. Das bringt uns aber keine Punkte. Wir müssen in der Lage sein, gegen Widerstände zu kämpfen und auch ein Gegentor mental wegzustecken.“

Sportdirektor weiter gesucht

Mehrfach betonte der frühere Bundesliga-Coach aber auch das große Potential in der Mannschaft. Dieses abzurufen wird angesichts der kommenden Aufgaben gegen 1860 München und Tabellenführer Osnabrück die Kunst sein.

Eintracht-Präsident Sebastian Ebel äußerte sich indes zur Suche nach einem neuen Sportdirektor, der André Schubert unterstützen soll: „Wir werden das Thema Sportlicher Leiter weiter verfolgen. Es muss in den wirtschaftlichen Rahmen passen. Priorität hatte erstmal die Verpflichtung des Trainers.“ Große Namen sind angesichts dieser Aussage wohl nicht zu erwarten.

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