SG Sonnenhof Großaspach: Der Liga-Drei Teamcheck

Erreicht die SGA einen einstelligen Tabellenplatz?

Die Spieler der SG Sonnenhof Großaspach

Toptorjäger Röser ist weg – wie oft hat die SGA künftig Grund zu jubeln? ©Imago/Sportfoto rudel

Dass es in der 3. Liga wegen der großen Ausgeglichenheit der Teams fast kein gesichertes Tabellenmittelfeld gibt, ist bekannt. Wenn jedoch ein Team eine ruhige Saison in sicheren Fahrwassern hinter sich hat, dann ist das die SG Sonnenhof Großaspach. In die neue Spielzeit geht es für Großaspach allerdings mit einem neuen Trainer.

Ob es für die SGA erneut eine solide Saison jenseits von Auf- oder Abstieg wird, zeigen wir Euch mit dem Teamcheck. Am Ende des Artikels geben wir eine Prognose anhand festgelegter Kategorien ab.

Der Kader

Zwei wichtige Defensivspieler werden der SGA in der kommenden Saison fehlen: Marlon Krause und Jeremias Lorch verließen den Verein. Zudem ging Spielgestalter Nicolas Jüllich in die Schweiz und Aspachs Top-Torjäger Lucas Röser verabschiedete sich nach Dresden.

Die Abgänge versucht die SGA seiner Philosophie folgend mit jungen, entwicklungsfähigen Spielern zu kompensieren. Keiner der Neuzugänge ist älter als 24 Jahre. Neben entwicklungsfähigen Spielern wie Jannes Hoffmann von Nürnberg II oder Sebastian Bösel von der zweiten Mannschaft von Bayern München, kommt auch Drittliga-Erfahrung nach Großaspach, in Form von Stürmer Saliou Sané und Linksverteidiger Michael Vitzthum.

Ob die Neuzugänge die namhaften Abgänge adäquat ersetzen können, bleibt jedoch abzuwarten. Einen ersten Aufschluss darauf geben aber die bisherigen Testspielergebnisse.

Die aktuelle Form

Gegen allesamt unterklassige Gegner fuhr die SGA Siege ein. Besonders gegen die bekanntlich technisch versierte Elf des österreichischen Zweitligisten FC Liefering zeigte die Hildmann-Truppe eine engagierte Leistung und präsentierte sich körperlich bereits in guter Verfassung.

Am gestrigen Mittwoch mussten die Aspacher allerdings eine unglückliche 1:2-Niederlage gegen die zweite Mannschaft des SC Freiburg hinnehmen. Das erste Gegentor resultierte aus einem Rückpass von Neuzugang Özdemir zu Keeper Broll, dem der Ball unter dem Schuh durchrutschte. Besser machte es Özdemir auf der anderen Seite, als er nach einer Freistoßflanke von Vitzthum den Ball in den Freiburger Kasten einnickte.

Stärken & Schwächen

Die SGA gehörte mit 48 Gegentoren in der letzten Saison zu den schlechteren Mannschaften in dieser Hinsicht. Folglich wurde in der Saisonvorbereitung Wert auf die Defensive gelegt. Die Abläufe klappten dabei von Spiel zu Spiel besser, einzig gegen den SC Freiburg II gab es einige Unkonzentriertheiten. Trotz der namhaften Abgänge sieht es jedoch so aus, als wäre der Dorfklub stabiler in der Defensive.

Für eine erfolgreiche Saison braucht es allerdings nicht nur eine stabile Abwehr, sondern auch das ein oder andere Tor. Im Sturm hakt es derzeit noch bei der SGA. Top-Torjäger Lucas Röser ist weg, mit ihm gehen 19 Torbeteiligungen – damit war Röser an fast 40% der geschossenen Tore der letzten Saison beteiligt. Ihn zu ersetzen wird schwer.

Immerhin ist Joseph-Claude Gyau wieder fit und kann die Vorbereitung mitmachen. Der Angreifer könnte, wenn er verletzungsfrei bleibt, mit seiner Schnelligkeit eine gute Rolle in der SGA-Offensive einnehmen.

SGA Trainer Sascha Hildmann

Sascha Hildmann gibt seit 1. Juli die Anweisungen beim Dorfklub. ©Imago/Avanti

Der Trainer

Mit Sascha Hildmann hat Großaspach einen neuen Trainer, der zuvor im Jugendbereich von Mainz 05 und Elversberg coachte. Er weiß also, wie man mit jungen Spielern umgeht. Das ist bei der SGA sicherlich von Vorteil.

Auch die ein oder andere Trainingsform wird Hildmann aus dem Jugendbereich mitnehmen. So ist es zum Beispiel bekannt, dass der Trainer viel Wert auf technische Übungen mit dem Ball legt. Außerdem legt der Coach viel Wert auf Statistiken. Nicht nur die Spiele werden erfasst, auch das Training wertet Hildmann in der Nachbereitung statistisch aus.

Die mögliche Startelf

Bis jetzt ließ sich Hildmann nicht in die Karten schauen, welches System er bei der SGA implementieren will. Seine Mannschaft soll taktisch variabel sein, deshalb werden derzeit mehrere Variationen eingeübt.

Im vergangenen Testspiel schickte der Trainer seine Mannschaft im 3-4-3 aufs Feld. Aufgrund der Variabilität des Systems ist es wahrscheinlich, dass wir die SGA auch zu Saisonbeginn so sehen werden.

Die Stammspieler Leist und Gehring werden dann vermutlich in der Innenverteidigung agieren, zusammen mit dem Neuzugang aus Österreich Özgür Özdemir. Im Mittelfeld wird weiter Daniel Hägele für Ordnung sorgen, flankiert wird er entweder von Bösel oder Hoffmann.

Auf den Außen flitzen die gelernten Verteidiger Schiek und Vitzthum die Linie entlang. In der Offensive dürften momentan Röttger und Gyau ihren Platz sicher haben. Mögliche Aufstellung:
Broll – Özdemir, Leist, Gehring – Schiek, Hägele, Bösel, Vitzthum – Röttger, Makana Baku, Gyau

Unser Fazit

Die SGA musste wichtige Spieler ziehen lassen, will dies aber durch junge, hungrige Talente sowie einen neuen Trainer mit neuem Spielsystem kompensieren. Offensiv schätzen wir das Hildmann-Team nach den Abgängen von Jüllich und Röser nicht mehr so stark ein. Wenn die Defensive allerdings stabiler wird, kann Großaspach wieder einen Platz im Tabellenmittelfeld erreichen.

Prognose (anhand festgelegter Kategorien): Sorgenfreie Saison

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