SG Sonnenhof Großaspach: Interview mit Saliou Sané

"Man will als Stürmer immer mehr Tore"

Saliou Sané von der SG Sonnenhof Großaspach

Saliou Sané muss gegen seinen Ex-Klub noch zuschauen. ©Imago/Sportfoto Rudel

Am Samstag (Anstoß: 14 Uhr) treten die Sportfreunde Lotte bei der SG Sonnenhof Großaspach an. Einer, der nicht dabei sein kann, ist Saliou Sané. Der Stürmer laboriert aktuell an einer Meniskusverletzung und kann seinen Kameraden im Duell gegen seinen Ex-Klub nur von der Tribüne aus zusehen. Mit Liga-Drei.de spricht er über den Fortschritt seiner Genesung, die Partie gegen Lotte und die verbleibenden Saisonziele.

Herr Sané, Sie leiden aktuell an einer Meniskusverletzung. Wie geht es mit der Reha voran?
Saliou Sané: „Es geht ganz gut. Ich kann wieder langsam etwas mit dem Ball machen. Von daher bin ich zuversichtlich.“

Wann können Sie wieder spielen?
Sané: „Das ist schwer zu sagen. Man will ja nicht zu früh wieder einsteigen. Ich muss schauen, wie das Knie reagiert, wenn ich etwas mit dem Ball mache. Aber ich denke in ein bis zwei Wochen könnte es wieder gehen.“

Im Großen und Ganzen bin ich zufrieden. (über seine erste Saison bei der SG)

Sie haben in Ihrer ersten Saison für Großaspach bislang 26-mal gespielt und sechs Tore erzielt. Sind sie zufrieden mit Ihrer Leistung?
Sané: „Man will als Stürmer natürlich immer mehr Tore machen. Im Großen und Ganzen bin ich aber zufrieden. Es gibt noch einiges zu verbessern, viele Kleinigkeiten vor allem. Von daher hatte ich gehofft, noch ein paar Spiele zu machen diese Saison. Aber da muss ich jetzt eben abwarten.“

Großaspach hat den Klassenerhalt sicher. Was sind die Ziele für die restliche Saison?
Sané: „Wir wollen jedes Spiel gewinnen, das ist klar. Es ist schön, dass wir die 40 Punkte erreicht haben und die Niederlagenserie beenden konnten. Das Spiel gegen Chemnitz war da natürlich extrem wichtig, weil sie uns theoretisch noch einholen konnten. Wir wollen nun in der Tabelle noch klettern und eine gute Platzierung schaffen. Außerdem haben wir ja noch die Chance, in den DFB-Pokal zu kommen.“

Am Samstag treffen Ihre Kollegen auf Ihre früheren Mitspieler aus Lotte. Welche Tipps haben Sie an Ihre Mannschaft?
Sané: „Ich halte mich da mit Tipps zurück, denn jedes Spiel ist anders. Ich hätte vor allem gerne selber gespielt gegen die alten Kollegen. Unsere Jungs sollen einfach alles reinhauen und dann wird es klappen.“

Was für ein Spiel erwarten Sie von Lotte in Großaspach?
Sané: „Ich glaube, sie werden eine engagierte Leistung bringen. Ich kann mich aber erinnern, dass wir letzte Saison mit Lotte hier verloren haben. Vielleicht erinnert sich der eine oder andere also auch noch daran, dass es nicht so einfach ist hier zu gewinnen.“

Der Zusammenhalt macht diese Vereine aus. (über die Stärken von Lotte und Großaspach)

Welche alten Mitspieler haben sich im Vorfeld des Spiels am Samstag schon bei Ihnen gemeldet?
Sané: „Konkret zum Spiel noch keiner, aber ich habe über die sozialen Netzwerke noch Kontakt. Mit Jaroslaw Lindner habe ich ja bei Kiel und kurz bei Hannover zusammengespielt. Mit ihm habe ich noch oft Kontakt, aber auch mit vielen anderen Spielern.“

Auch Lotte dürfte den Klassenerhalt erreichen. Wie schaffen Lotte und Großaspach es, sich in der 3. Liga zu behaupten gegen Klubs mit mehr Mitteln?
Sané: „Beide holen immer wieder hungrige Spieler mit Perspektive. Die Mischung zwischen solchen Spielern, die noch höher kommen wollen, und etablierten Kräften kann da ausschlaggebend sein.“

Wieviel hängt vom Zusammenhalt bei Lotte und Großaspach in der Mannschaft und im Verein ab?
Sané: „Der Zusammenhalt bei Lotte wie jetzt auch bei Großaspach ist sehr stark. Wir sind eine geschlossene Einheit auf dem Platz und auch neben dem Platz. Das ist auf jeden Fall etwas, was diese Vereine ausmacht.“

Ich bin kein Spieler, der laut wird. (über seine Rolle im Team)

Mit Daniel Hägele verlässt ein langjähriger Spieler den Verein. Wie wird er auf dem Feld und daneben ersetzt werden?
Sané: „Es ist immer schwierig, wenn der Kapitän das Team verlässt. Er ist ein Spieler mit großer Qualität, der jeder Mannschaft weiterhelfen kann. Ich denke aber, dass die Verantwortlichen eine Lösung finden werden und das Team es kompensieren kann. Wir haben ja noch andere erfahrene Spieler, die seine Rolle ausfüllen können.“

Werden Sie selbst in Ihrem zweiten Jahr auch mehr Verantwortung übernehmen müssen?
Sané: „Ich bin kein Spieler, der auf dem Platz laut wird, sondern will eher durch Leistung vorangehen. Ich will mich erstmal selbst weiter verbessern und dann wird sich zeigen, wer Verantwortung übernehmen wird.“

Letzte Frage: Behält die SG die Punkte zu Hause gegen Lotte?
Sané: „Na klar (lacht). Ich denke, wir werden das Spiel gewinnen und drücke den Jungs von der Tribüne aus die Daumen.

Herr Sané, wir danken Ihnen für das Gespräch!

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