Sonnenhof Großaspach: Wer 1:0 führt, der stets verliert?

Dorfklub-Manko im Verwalten von Führungen

Florian Schnorrenberg an der Seitenlinie

Florian Schnorrenbergs SGA verlor am gestrigen Mittwoch nach 1:0 mit 2:3. ©Imago/Pressefoto Baumann

In den Niederungen der Fußball-Phrasen hat der Spruch „Wer 1:0 führt, der stets verliert“ einen Ehrenplatz, auf den Fußball-Plätzen der Nation ist er oft zu hören, wenn eine Mannschaft eine Führung noch aus der Hand gibt und verliert.

Auf die SG Sonnenhof Großaspach war der Satz gegen Wehen Wiesbaden am gestrigen Mittwoch anzuwenden, nachdem die Elf von Trainer Florian Schnorrenberg durch ein Eigentor von SVWW-Verteidiger Sascha Mockenhaupt in Führung ging, am Ende jedoch mit 2:3 vom Platz musste.

Gegen Wehen Wiesbaden zeigte sich einmal mehr, dass Großaspach Nachholbedarf hat, was das Verwalten von Führungen angeht. 14 Mal lag der Sonnenhof in seinen Spielen insgesamt bereits in Front, nur fünf dieser Spiele gewann er. Demgegenüber stehen sieben Remis und zwei Niederlagen, eine davon eben am Mittwoch gegen Wehen Wiesbaden.

Gegner mit Formschwäche

Die Niederlage bedeutet das vierte sieglose Spiel in Folge für Gehring und Co. Nichtsdestotrotz blickt Schnorrenberg dem Abschluss der Englischen Woche gegen die SpVgg Unterhaching positiv entgegen. „Wenn man einen Nackenschlag wegstecken muss, ist es immer ganz gut, wenn man drei Tage später schon wieder die Möglichkeit hat, wieder aufzustehen“, so der Trainer auf der Pressekonferenz nach dem Spiel gegen Wehen Wiesbaden.

Diese Möglichkeit, wieder aufzustehen, bietet sich dem Dorfklub am Samstag bei der SpVgg Unterhaching, die zuletzt ihre ganz eigenen Schwierigkeiten hatte. Während Großaspach nämlich Probleme hat, eine Führung zu verwalten, fiel es den Münchner Vorstädtern jüngst schwer, überhaupt in Führung zu gehen.

In fünf von sieben Partien nach der Winterpause nahm Haching sogar einen Rückstand mit in die Kabine. Gegen Großaspach wird es erneut eine harte Aufgabe, in Führung zu gehen, denn der Dorfklub kassierte in der gesamten Saison bisher nur neun Gegentore in der ersten Halbzeit – ligaweit der niedrigste Wert.

Es läuft also alles auf einen Showdown in der zweiten Halbzeit hinaus, wo der Aspacher Angriff oft schwächelt und Haching besonders in den ersten 15 Minuten nach dem Wiederanpfiff gefährlich ist. Einen Rückstand sollte die Schnorrenberg-Elf tunlichst vermeiden: Denn von zehn Partien, in denen die SGA zurücklag, verlor sie acht.

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