Sportfreunde Lotte: Atalan fordert Umbruch

Konsequenzen aus Pokal-Enttäuschung

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Plant Lottes Umbau: Coach Ismail Atalan ©Imago/Jan Hübner

Bei den Sportfreunden Lotte ist nach einem völlig misslungenen Saisonabschluss Tabularasa angesagt: Trainer Ismail Atalan forderte nach der 1:3-Pleite im Westfalen-Pokalfinale gegen Drittliga-Absteiger SC Paderborn und der verpassten Qualifikation für die erste Runde im DFB-Pokal einen massiven Umbruch.

Wir brauchen zehn bis zwölf neue Spieler. (Lottes Trainer Ismail Atalan)

„Wir müssen ganz schnell in Urlaub. In den letzten 20 Minuten haben wir uns total aufgegeben. Wir brauchen zehn bis zwölf neue Spieler“, sagte Atalan laut einem Bericht der Neuen Osnabrücker Zeitung nach dem unwürdigen Ausklang einer lange starken Saison.

Konsequenzen aus schwachem Pokalauftritt

Bei seinen Überlegungen für den Umbau des Kaders war das Duell mit Paderborn für den Coach offenbar nur eine weitere Bestätigung. „Die Leute, die hintendran waren und aufgrund unserer prekären personellen Situation zum Einsatz kamen, haben nicht das gezeigt, was ich von ihnen erwartet habe“, kommentierte Atalan den müden und uninspirierten Auftritt seines Teams.

Die Verärgerung des 37-Jährigen, der seinen neuen Vertrag bei den Sportfreunden zeitnah unterschreiben soll, ist allzu verständlich: Weil der Pokalschreck der diesjährigen Saison im Endspiel jedenfalls alles andere als Schrecken verbreitete, muss Lotte in der kommenden Spielzeit ohne die 150.000 Euro Prämie für die Teilnahme am DFB-Pokal wirtschaften.

Von der Personalrotation in Lottes Aufgebot verschont bleibt offenkundig Tim Gorschlüter. Am Randes des Pokalfinales verlautete in Vereinskreisen, dass der Routinier seinen Vertrag bereits verlängert haben soll.

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