Sportfreunde Lotte: Golombek schlägt Alarm

SFL-Coach fürchtet Abstiegssog

Fordert Trendwende: Lottes Coach Andreas Golombek

Warnung vor Abstiegsstrudel: SFL-Trainer Andreas Golombek © imago/foto2press

Trainer Andreas Golombek schlägt bei den Sportfreunden Lotte Alarm. Nach der 0:3-Niederlage bei Aufsteiger SpVgg Unterhaching und dem Sturz auf den letzten Nichtabstiegsplatz warnte der Coach vor einer tieferen Verwicklung in den Abstiegskampf.

Es wird ein Kampf um den Klassenerhalt bis zur letzten Minute. (SFL-Coach Andreas Golombek)

Golombek will sich vom immer noch recht komfortablen Vorsprung seiner Mannschaft auf die Gefahrenzone nicht blenden lassen. „Es wird ein Kampf um den Klassenerhalt bis zur letzten Minute“, sagte der 49-Jährige in der Neuen Osnabrücker Zeitung.

Ein Sieg in vier Spielen

Lotte ist auf dem Weg zur frühzeitigen Sicherung des Klassenverbleibs in den vergangenen Wochen vom Kurs abgekommen. Aus den vergangenen vier Spielen holten die Westfalen nur einen Sieg (drei Punkte) und gingen zuletzt zweimal nacheinander geschlagen vom Platz. Dennoch liegen die SFL weiterhin sieben Zähler vor dem Chemnitzer FC auf dem ersten Abstiegsrang.

Obwohl sein Team mit momentan 29 Zählern das Polster seit Ende der Winterpause im Vergleich zum Jahreswechsel sogar nochmals um zwei Punkte vergrößert hat, sieht Golombek das Saisonziel Klassenerhalt längst nicht erreicht. „Wir brauchen 40 oder 42 Punkte“, meint der frühere Profi.

Seine Mahnung kommt nicht von ungefähr. Für Lotte stehen nun in einer „englischen Woche“ nacheinander die Duelle mit den Aufstiegsaspiranten Karlsruher SC (Freitag), beim SV Wehen Wiesbaden (6. März) und gegen Fortuna Köln (10. März) auf dem Programm – alles keine Selbstläufer.

Vor diesem Hintergrund scheint den SFL-Spielern die Soggefahr des Abstiegsstrudels durchaus bewusst. Eine leblose Vorstellung wie ab Hachings zwischenzeitlicher 2:0-Führung „darf uns so auf keinen Fall noch einmal passieren“, sagte Rechtsverteidiger Michael Schulze selbstkritisch.

Sein neuer Hintermann David Buchholz konnte sich angesichts des neuerlichen Rückschlags bei den Münchner Vorstädtern nur bedingt über seine Beförderung zur Nummer eins anstelle des bisherigen Stamtorhüters Benedikt Fernandez freuen. Dem Schlussmann kommen die nächsten schweren Aufgaben zur Bewährung allerdings gerade recht. Er wolle sich nun „von Woche zu Woche beweisen“, meinte Buchholz.