Sportfreunde Lotte: Irritation um Piossek

Berater widerspricht Trainer

Marcus Piossek von den Sportfreunden Lotte

Marcus Piossek gehört bei den Sportfreunden auch zum Mannschaftsrat. ©Imago/Picture Point

Bei den Sportfreunden Lotte rumort es hinter den Kulissen. Die Vorbereitung läuft dabei sportlich recht ansehnlich, auch wenn sich Lars Dietz beim 0:0 gegen den SC Paderborn verletzte. Gestern gab es ein 5:0 über Regionalligist VfB Oldenburg. In beiden Spielen nicht mit von der Partie waren die aussortierten Dennis Rosin, Joshua Putze, Junior Ebot-Etchi und Noah Plume. Auch Marcus Piossek fehlte, seine Situation ist unklar.

Erfahrung nicht mehr gefragt?

Trainer Nils Drube sagte zu dieser Personalie jüngst bei Reviersport: „Da finden derzeit noch Gespräche statt, ob eine weitere Zusammenarbeit Sinn macht.“ 

Mit diesem Zitat konfrontiert, sagte Markus Peter, der Berater von Marcus Piossek auf Nachfrage von Liga-Drei.de: „Diesen Blödsinn habe ich auch schon mehrfach gehört. Es gibt keine Gespräche über eine Vertragsauflösung. Der Spieler wird seinen bis Sommer laufenden Vertrag erfüllen. Es gibt zwar Gespräche, diese gehen aber in eine ganz andere Richtung.“  

Was das bedeutet, kann zur Zeit nur vermutet werden. Piossek scheint nach immerhin noch elf Einsätzen in der Hinserie plötzlich auf dem Abstellgleis gelandet zu sein. Dabei gehört der zentrale Mittelfeldspieler zu den erfahrensten Spielern der 3. Liga.

Diesen Blödsinn habe ich auch schon mehrfach gehört. (Piossek-Berater zur Aussage von Nils Drube)

Insgesamt bestritt der 29-Jährige 229 Spiele in dieser Spielklasse, erzielte dabei 38 Tore und bereitete 29 weitere vor. In der letzten Saison war er durch einen Achillessehnenriss lange ausgefallen, stand aber im Endspurt des Abstiegskampfes wieder zur Verfügung.

Bei Piosseks Leidensgenossen Rosin, Putze, Plume und Ebot-Etchi ebenso wie beim ebenfalls freigestellten aber bereits zum BFC Dynamo gewechselten Toni Stelzer kann mangelnde Erfahrung auf Drittliganiveau noch als Grund für die Aussortierung angenommen werden.

Er selbst jedoch war in den letzten sechs Jahren bei seinen Klubs, abgesehen vom Zweitligajahr in Kaiserslautern, stets Stammspieler in Liga drei. Wie es nun bei ihm und den anderen aussortierten Akteuren weiter geht, dürfte sich in den nächsten Wochen erhellen.

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