Sportfreunde Lotte: Laumann und Gorschlüter vor Abschied

Mauksch plant ohne bisherige SFL-Säulen

Eigene Vorstellungen vom Personal: SFL-Trainer Matthias Mauksch

Will sich von Ikonen trennen: Der neue SFL-Coach Matthias Mauksch © imago/steffen beyer

Bei den Sporttfreunden Lotte hat die Verpflichtung des neuen Chefcoaches Matthias Mauksch offenbar auch außerhalb des Spielerkaders eine neue Ära eingeläutet. Angeblich müssen der bisherige Co-Trainer Joe Laumann sowie der langjährige Profi und jetzige Teammanager Tim Gorschlüter die Ostwestfalen verlassen, weil Mauksch die Positionen mit Personen seiner Wahl besetzen möchte.

Das Thema ist noch nicht zu Ende gedacht. (SFL-Sportchef Manfred Wilke)

Öffentlich legt sich Lottes Sportchef Manfred Wilke in der durchaus pikanten Personalfrage noch nicht fest. „Unser Trainer-Team steht noch nicht. Das Thema ist noch nicht zu Ende gedacht“, sagte Wilke in der Neuen Osnabrücker Zeitung zu den Spekulationen über die Zukunft des Duos.

Laut NOZ-Informationen jedoch sollen Laumann und Gorschlüter bereits am vergangenen Dienstag 24 Stunden vor dem Trainingsauftakt des Klubs über ihr Aus bei den Sportfreunden informiert worden sein. Die Verträge von beiden laufen am Monatsende aus.

Personalien mit Brisanz

Die Trennung von Laumann und Gorschlüter wäre ein recht heikler Vorgang. Sowohl Laumann als auch Gorschlüter haben sich in Lotte große Verdienste erworben und genießen beim Anhang hohes Ansehen.

Gorschlüter trug bis zum vergangenen Herbst insgesamt über acht Jahre und seit 2010 ohne Unterbrechung das SFL-Trikot. Nach dem unfreiwilligen Ende seiner aktiven Laufbahn vor acht Monaten wegen anhaltender Hüftprobleme wechselte der 34-Jährige nach fast 200 Spielen für Lotte nicht zuletzt aufgrund seiner Verbundenheit mit dem Verein in das Amt des Teammanagers.

Laumann hatte als Assistent erheblichen Anteil an Lottes Erfolgen in der jüngeren Vergangenheit. Als „Co“ des früheren SFL-Chefcoaches Ismail Atalan war Laumann sowohl am Drittliga-Aufstieg 2016 als auch am anschließenden Einzug ins DFB-Pokal-Viertelfinale beteiligt. Nachdem Laumann den Verein im vergangenen Sommer mit Atalan in Richtung des Zweitligisten VfL Bochum verlassen hatte, holte Wilke den erfahrenen Assistenten im vorigen November zur Unterstützung des damals neuverpflichteten Cheftrainers Andreas Golombek sogar noch einmal zu den SFL zurück.

Mauksch hielt sich bislang in den beiden Personalfragen bedeckt. Er könne zu dem Thema nichts sagen, meinte der Golombek-Nachfolger lediglich.

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