Sportfreunde Lotte: Trainersuche ohne Zeitdruck

Westfalen zum vierten Mal in neun Monaten ohne Coach

Hatte auf neuen Vertrag gehofft: Lotte Trainer Andreas Golombek

Enttäuscht und verbittert: SFL-Coach Andreas Golombek © imago/foto2press

Nach der Bekanntgabe der Trennung von Trainer Andreas Golombek zum Saisonende sind die Sportfreunde Lotte zum vierten Mal binnen neun Monaten auf der Suche nach einem neuen Coach. Die Westfalen gehen die Aufgabe mit Gelassenheit an und sehen sich dabei nicht unter Druck.

Wir sind zeitlich noch in der Komfortzone (Manfred Wilke)

Der Klub sei bei allem Einsatz nicht aufgeregt, sagte Lottes Fußball-Boss Manfred Wilke in der Neuen Osnabrücker Zeitung: „Wir sind zeitlich noch in der Komfortzone“, meinte Wilke zur Situation des letztjährigen Überraschungsteams weiter.

Namen von Kandidaten für Golombeks Nachfolge kursieren noch keine öffentlich. Allerdings sollen einige Anzeichen darauf hindeuten, dass Lotte auf einen jungen und entwicklungsfähigen Trainer moderner Prägung setzen möchte.

Trainer-Posten als Dauerbaustelle

Golombek hatte sein Amt bei den SFL am 1. November angetreten. Unter seiner Regie sicherte seine Mannschaft wie erhofft den zwischenzeitlich gefährdeten Klassenerhalt. Trotz der erfüllten Vorgabe verzichtete der Verein am vergangenen Mittwoch auf die Verlängerung des auslaufenden Vertrags mit dem Nachfolger von Marc Fascher.

Dadurch gerät der Trainer-Posten in Lotte eine Dauerbaustelle. Im Vorjahr tauschten die Sportfreunde nach dem Wechsel von Erfolgscoach Ismail Atalan am Saisonanfang zum Zweitligisten VfL Bochum in der ersten Saisonhälfte auch noch Oscar Corrochano und Fascher aus.

Golombek verlässt Lotte erhobenen Hauptes. Er gehe im Wissen, „meine erste Drittliga-Chance genutzt zu haben“, sagte der Ex-Profi.

In seine Bilanz nach dem entscheidenden Gespräch mit Wilke mischte sich allerdings auch Enttäuschung und Bitterkeit. „Ein bisschen Hoffnung hatte ich vorher noch“, gestand Golombek. Der 49-Jährige erlaubte sich jedoch auch eine Replik für Wilkes vernichtende Kritik an seiner Arbeit nach dem Halbfinal-Aus im Westfalen-Pokal: „Ich hatte schnell das Gefühl, dass der Verein nicht voll hinter mir steht.“

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