Sportfreunde Lotte: Wird’s nochmal eng?

Drube sieht fehlende Balance als grundsätzliches Problem

Nils Drube verschränkt die Arme

Muss seine Mannschaft wieder aufrichten: Sportfreunde-Trainer Nils Drube. ©Imago/Noah Wedel

Nach dem 26. Spieltag sah die Welt rund ums FRIMO Stadion rosig aus. Die Sportfreunde Lotte hatten nach dem 2:0-Auswärtssieg in Zwickau acht Punkte Vorsprung auf den ersten Abstiegsplatz und sogar Anschluss ans vordere Tabellenmittelfeld.

Nach dem gestrigen 0:1 gegen Eintracht Braunschweig und der damit verbundenen Serie von vier sieglosen Spielen in Folge, schmolz der Abstand auf Rang 17 auf zwei Punkte – eine Situation, die für die Mannschaft von Trainer Nils Drube nicht einfach zu bewältigen ist.

Kopfsache?

Eine „extreme Nervosität“ habe man seiner Mannschaft in der Anfangsphase gegen Braunschweig angemerkt, sagte Drube nach der Partie am Mikrofon von MagentaSport. Dafür war laut dem Fußballlehrer auch die teils fehlende Erfahrung schuld. So hätten laut Drube „gerade die jungen Spieler Probleme gehabt, reinzukommen.“

Nachdem Lotte die angesprochene Anfangsphase gegen Braunschweig überwunden hatte, konnten sich die Sportfreunde zwar stabilisieren, strahlten aber trotz Ballbesitz keine Torgefahr aus. Ein strukturelles Problem der Tecklenburger, die in den letzten vier Spielen lediglich zwei Treffer erzielten.

Wo ist die Balance?

Bisher wurde dieses Problem meist durch eine stabile Defensive ausgeglichen. Zwischen dem 22. und 26. Spieltag bleiben die Sportfreunde ohne einen einzigen Gegentreffer, in den letzten vier Partien musste Torhüter Kroll immer mindestens ein Mal hinter sich greifen.

„Das ist grundsätzlich ein Problem dieser Mannschaft: Die Balance zu finden“, gibt Drube einen Einblick in die aktuellen Schwierigkeiten seines Teams. Um die Sportfreunde wieder in die Spur zu bekommen, will er ihre Stärken stärken, also die defensive Stabilität sowie das Umschaltspiel.

Unangenehm für Top-Teams

Dann sei laut Drube auch gegen Osnabrück etwas drin. Gegen den Tabellenführer geht es am kommenden Montag. „Das ist ein Spiel, das uns liegen wird. Wir haben unsere Stärken schon oft bewiesen und dass wir in der Lage sind, jeden Gegner zu schlagen.“

Oder zumindest einen Punkt zu holen wie zum Beispiel bei den beiden Unentschieden nach der Winterpause gegen die Aufstiegsaspiranten aus Karlsruhe und Halle oder auch im Hinspiel gegen Osnabrück.

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