SpVgg Unterhaching: Die Stärken des Aufsteigers

Bester Drittliga-Neuling aller Zeiten

Sascha Bigalke im Trikot der SpVgg Unterhaching beim Torschuss

Mittelpunkt eines starken Hachinger Kollektivs: Sascha Bigalke. ©Imago

Aus sportlicher Sicht verlief die Länderspielpause für Haching nicht nach Maß. Zunächst flog die SpVgg gegen Schweinfurt aus dem bayerischen Verbandspokal, dann ging das Testspiel gegen den FC Ingolstadt mit 0:2 verloren. Positiv war dabei hingegen die Rückkehr des bisher verletzt fehlenden Maximilian Nicu auf den Platz.

Auch abseits des Rasens tat sich in der Münchner Vorstadt etwas. Die SpVgg legte der Gemeinde einen Plan zur Übernahme des Stadions vor, damit dieses schneller für mögliche Anforderungen der zweiten Liga modernisiert werden kann.

Bereits in der Vergangenheit hatte Präsident Manfred Schwabl betont, die dritte Liga könne nur eine Übergangsstation sein. Trotz der hohen Ambitionen war ein Aufstieg in dieser Saison jedoch noch kein Thema, obwohl dazu Grund besteht.

Bester Aufsteiger der eingleisigen dritten Liga

Mit 19 Punkten aus den ersten elf Spielen ist Unterhaching der stärkste Aufsteiger seit der Einführung der eingleisigen dritten Liga vor zehn Jahren. Die SpVgg übertrumpfte die bisher stärksten Neulinge RB Leipzig in der Saison 2013/14 und die Sportfreunde Lotte in der letzten Spielzeit um einen Punkt.

Nach anfangs unkonstanten Auftritten legen die Hachinger momentan eine Serie hin, gewannen drei Partien am Stück. Besonders zuhause geht die Schromm-Truppe engagiert zu Werke, schießt im Schnitt 2,8 Tore pro Heimspiel – keiner trifft auf eigenem Platz häufiger.

Erst kontrolliert, dann entfesselt

Die Münchner Vorstädter beginnen stets abwartend, als einem von vier Teams gelang ihnen noch kein Tor in den ersten 15 Minuten. Wenn die SpVgg in der ersten Hälfte in Führung geht, ist ein Sieg jedoch sicher. Viermal lag Unterhaching nach Halbzeit eins in Front – vier Siege gab es in diesen Partien.

Einer kontrollierten ersten Halbzeit folgt oft eine stürmische zweite. Zwölf Treffer in der zweiten Hälfte sprechen eine klare Sprache, nur Fortuna Köln ist in dieser Statistik besser. Dies liegt auch daran, dass der Top-Torjäger der dritten Liga, SpVgg-Stürmer Stephan Hain, nach dem Seitenwechsel besser in Fahrt kommt.

Fixpunkt Bigalke

Von seinen acht Saisontoren erzielte er sechs in der zweiten Halbzeit. Neben Hain hat Trainer Claus Schromm einen zweiten Kicker in seinen Reihen, der den Unterschied ausmachen kann. Sascha Bigalke legte bereits sieben Treffer auf, drei Mal brachte er den Ball selbst im gegnerischen Tor unter.

Dass Haching seine Stärken auch im kommenden Spiel gegen Münster ausspielen kann, ist wahrscheinlich, denn vier von fünf Heimspielen gegen die Preußen gewann die SpVgg. An das letzte Aufeinandertreffen können sich zwei Hachinger noch erinnern: Josef Welzmüller und Thomas Hagn waren bereits beim 1:0-Sieg gegen Münster am 37. Spieltag der Saison 2014/15 dabei.

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