SpVgg Unterhaching: Gestärkt durch den Abstiegskampf

Claus Schromm gibt Einblicke in Personalplanungen

Stefan Schimmer jubelt für die SpVgg Unterhaching

Grenzenloser Jubel herrschte bei Stefan Schimmer und Co. nach dem 3:0-Sieg gegen Lotte. ©Imago images/foto2press

Die Rückrunde war für die SpVgg Unterhaching bekanntlich eine zum Vergessen. Überwinterten die Münchner Vorstädter noch auf einem starken fünften Platz, ging es nach nur noch drei Siegen aus 18 Partien in den Tabellenkeller. Wie groß die Abstiegsangst bei den Hachingern tatsächlich war, zeigte letztlich die Freude nach dem jüngsten 3:0-Sieg über die Sportfreunde Lotte, durch den die SpVgg gerettet ist.

Dass so eine Krise zusammenschweißen kann, beweist in dieser Saison der VfL Osnabrück, der im Vorjahr ebenfalls den Abstiegsrängen nahe war und in dieser Spielzeit mit überragendem Teamgeist souverän Meister wurde. Auch SpVgg-Coach Claus Schromm beschwört im Interview mit dem Kicker (Ausgabe vom 16.05.2019) jetzt diesen Geist.

„Wenn einem so etwas wie diese schwierige Rückrunde widerfährt und man dann zusammenhält und den Mechanismen des Profifußballs mit offenen Gesprächen unter allen Beteiligten widersteht, macht es einen stärker“, so Schromm. „So wie der Verein in dieser Situation zusammengehalten hat, sucht seinesgleichen.“

Personelle Planspiele

Nur mit Zusammenhalt allein wird sich allerdings in der kommenden Saison keine Besserung einstellen. Zur Erinnerung: Präsident Manni Schwabl hatte mittelfristig den Aufstieg in die zweite Bundesliga ausgerufen. Vor allem personell muss sich dahingehend bei den Münchner Vorstädtern etwas tun.

Es fehlt an zum einen an Qualität, was daran abzulesen ist, dass zum Beispiel der Ausfall von Stephan Hain nicht kompensiert werden konnte. Gleichzeitig fehlt die Qualität aber auch in der Breite, von der Bank kamen bis auf anfangs Stefan Schimmer und Jim-Patrick Müller nur selten Impulse bei den Hachingern.

Dahingehend räumt Schromm im Kicker-Interview auch Fehler bei der Kaderplanung ein und hat konkrete Vorstellungen, wie es besser gehen soll. Ein Großteil der Mannschaft solle zusammenbleiben, so der Trainer. Gleichzeitig müsse die SpVgg schauen, „wie viele Spieler aus dem NLZ zum Kader hinzukommen“, um sich quantitativ besser aufzustellen. Für mehr Klasse sollen dann nach Möglichkeit Neuzugänge sorgen. „Wir befinden uns seit Langem in guten Gesprächen“, so Schromm dazu.

Bedarf hat das Team sicherlich in allen Mannschaftsteilen und so darf gespannt sein, wie sich die umtriebigen Münchner Vorstädter in den nächsten Wochen und Monaten für die kommende Saison aufstellen werden.

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