SpVgg Unterhaching: Schromm ohne Interesse an anderen Klubs

Trainer-Kritik an Verteilung der TV-Gelder

Noch große Ziele mit Haching: Trainer Claus Schromm

Loyal zu Haching: Coach Claus Schromm © imago/foto2press

Für Trainer Claus Schromm von der SpVgg Unterhaching kommt ein Aufstieg in die zweite oder gar erste Liga nur mit den Bayern in Betracht. Auch künftige Angebote höherklassigerer Vereine würde der 48-Jährige nicht annehmen wollen.

Ich kann hier jetzt nicht weg. (Unterhachings Trainer Claus Schromm)

Es gebe keinen Klub, der seinen Standpunkt in Wanken bringen könnte, sagte Schromm in einem Interview mit der Bild-Zeitung (Ausgabe vom 20.12.2017): „Es klingt unglaubwürdig, aber da gibt es keinen. Ich kann hier jetzt nicht weg.“

Seit 2012 wieder in Haching

Schromm ist seit über fünf Jahren in unterschiedlichen Funktionen und mit einer längeren Unterbrechung insgesamt sogar schon fast zehn Jahre bei den Münchner Vorstädtern tätig. Hachings Mannschaft übernahm der Coach im März 2015 und führte den früheren Erstligisten in der vergangenen Regionalliga-Saison zum Aufstieg in die 3. Liga. Sein Vertrag läuft noch bis 2020.

An Schromms Treue zu den Rot-Blauen kann offenbar auch die finanzielle Unterversorgung der gesamten Liga durch die mangelnde Loyalität der Klubs aus der Deutschen Fußball Liga (DFL/1. und 2. Liga) nichts ändern. Die TV-Gelder würden „nicht fair verteilt“, klagte Schromm jedenfalls.

Seiner Rechnung zufolge wäre mehr als die zur kommenden Saison anstehende Steigerung auf eine Million Euro pro Verein notwendig. „Das ist genau eine Million zu wenig.“ Ingesamt 50 Millionen Euro aus dem TV-Topf für die ganze Liga hätten jedem Klub geholfen und „in den zwei Oberklassen niemandem weh getan“.

Trotz der momentan spärlichen Finanzmöglichkeiten seines Vereins und des nur mittelfristig ausgelegten Planes der Klubspitze um Präsident Manfred Schwabl für den Zweitliga-Aufstieg kann sich Schromm den Durchmarsch seiner Elf auch schon für die laufende Saison vorstellen. „Wir werden die Lizenz beantragen“, sagte der Trainer mit Blick auf nur zwei Punkte Rückstand seiner Mannschaft auf Rang fünf zum Relegationsplatz.

Ungeachtet der „guten Akklimatisierung“ seines Teams in Liga drei sieht Schromm beim stärksten der drei diesjährigen Aufsteiger allerdings auch noch Schwächen. Gedanken macht sich der Coach über schon 31 Gegentore im Vergleich zu insgesamt nur 23 gegnerischen Treffern in der vergangenen Regionalliga-Spielzeit: „Das müssen wir dringend verbessern.“

Noch kein Konto bei 3.Liga-Sponsor bwin? Jetzt anmelden & bis zu 100€ Willkommensbonus kassieren!