SpVgg Unterhaching: Teamcheck 2018/19

Analyse & Prognose zur neuen Saison

Finn Porath, Dominink Stahl und Jim Patrick Müller jubeln

Wie oft jubelt Haching in der kommenden Spielzeit? ©Imago/foto2press

Auf der vergangenen Saison lässt sich in Unterhaching aufbauen: Als Aufsteiger gelang ein guter neunter Platz. Langfristig ist das Ziel der Münchner Vorstädter klar: Es soll hoch gehen in Liga zwei. Dafür wurden bereits namhafte Neuzugänge verpflichtet. Doch kann die SpVgg schon in der kommenden Spielzeit oben mitspielen? Liga-Drei.de wirft einen Blick auf die Hachinger und verrät im Fazit, wo sie am Ende der Saison landen können.

Kader & Transfers

Unterhaching trennte sich von einigen Ergänzungsspielern, die fast allesamt in der Regionalliga anheuerten. Einzig der Abgang von Ulrich Taffertshofer (Osnabrück) fällt ins Gewicht. Allerdings konnte sich die SpVgg dafür im Gegenzug gleich mehrfach kräftig verstärken.

Mit den Rückkehrern Lucas Hufnagel und Dominik Widemann kommt Zweitliga-Erfahrung für die Offensive. Ebenfalls an alte Wirkungsstätte zurück kommt Markus Schwabl, der bereits 173 Drittliga-Spiele auf dem Buckel hat und der Schromm-Truppe mit seiner Erfahrung helfen wird.

Vor ihm könnte in Zukunft häufig Maximilian Krauß zu finden sein, der bei Nürnberg II eine starke Saison spielte und vom Potential her auch in Liga drei für Furore sorgen könnte. Auch in der Innenverteidigung bekommen die Hachinger Verstärkung: Marc Endres (Chemnitz) bringt wie Schwabl eine Menge Drittliga-Erfahrung mit. Aufgefüllt wird der qualitativ hochwertige Kader mit Talenten aus der Hachinger Fußballschule.

Die aktuelle Form

Mit einem 11:1 gegen den Lenggrieser SC startete Unterhaching in die Vorbereitung. Nach weiteren Partien gegen unterklassige Gegner und einem Trainingslager, aus dem Trainer Claus Schromm ein positives Fazit zog, kam es am vergangenen Freitag (13.7.) zum ersten Härtetest gegen die TSG Hoffenheim, den Unterhaching erwartungsgemäß verlor.

Allerdings könne die SpVgg „mit dem Einsatz und insbesondere der zweiten Halbzeit zufrieden sein“, so Schromm. Auch das 1:1 der Münchner Vorstädter gegen Zweitligist FC Ingolstadt lässt aufhorchen. Nachholbedarf hat Unterhaching allerdings noch in der Defensive, denn in jedem der letzten Testspiele, auch gegen die Regionalligisten Rosenheim und Buchbach, gab es ein Gegentor.

Stärken & Schwächen

Die SpVgg spielte eine starke Saison, profitierte dabei allerdings von der Aufstiegseuphorie. Diese ist nun verflogen, es geht ins schwierigere zweite Jahr. Mit klugen Verstärkungen hat sich Unterhaching jedoch dafür gerüstet und die nötigen Baustellen in Verteidigung und Angriff geschlossen. Qualitativ ist der Kader hochwertiger besetzt als noch in der vergangenen Saison.

Insbesondere im Sturm hing in der Rückrunde zu viel von Top-Torschütze Stephan Hain ab, nun hat er mit Dominik Widemann einen weiteren torgefährlichen Nebenmann. Ein Vorteil der SpVgg gegenüber der Konkurrenz war im vergangenen Jahr die relativ stabile Auswärtsbilanz, durch die die Münchner Vorstädter auch die Favoriten ärgern konnten. Mit sechs Heimniederlagen ist die Bilanz vor den eigenen Fans jedoch ausbaufähig.

Claus Schromm trainiert die SpVgg

Kennt sich in Unterhaching aus: Trainer Claus Schromm. ©Imago/foto2press

Der Trainer

Claus Schromm war in Unterhaching bereits Sportlicher Leiter, U19-Coach und schließlich Trainer der Profis. Der 49-Jährige kennt sich im Umfeld bestens aus und kann seiner Arbeit in Ruhe nachgehen, genießt er doch das Vertrauen von Präsident Manni Schwabl.

Der oft ruhige Schromm kann an der Seitenlinie auch mal laut werden, gilt jedoch als Trainer, der seine Entscheidungen immer mit Bedacht trifft. Taktisch wagt er meist keine Experimente und schickt seine Elf entweder im 4-4-2 oder im 4-2-3-1 aufs Feld.

Die mögliche Startelf

In der Abwehr führt wohl nichts an der Viererkette vorbei, in der der Kampf um die Stammplätze entbrannt ist. Vor allem in der Innenverteidigung: Endres, Greger, Winkler und Kapitän Welzmüller kommen für die zwei Positionen in Frage. Vor der Abwehr räumt Dominik Stahl auf.

Im offensiven Mittelfeld könnte Schromm Regisseur Sascha Bigalke mit Lucas Hufnagel einen kongenialen Nebenmann zur Seite stellen, da Bigalke zwar in der vergangenen Saison stark spielte, aber Unterhaching in der letzten Saison zu abhängig von seinen Leistungen war. Für die Außenbahnen kommen Porath, Krauß und Jim-Patrick Müller in Frage. Im Angriff haben Hain und Widemann die besten Chancen.

Die voraussichtliche Startelf: Königshofer – Schwabl, Welzmüller, Endres, Dombrowka – Stahl – Müller, Hufnagel, Bigalke, Porath – Hain

Fazit & Prognose

Unterhaching hat sich gut verstärkt und die wichtigsten Baustellen geschlossen. Dennoch blieb der Stamm der Truppe erhalten und muss sich nicht erst neu finden. Allerdings ist die Konkurrenz stärker als im letzten Jahr. Für einen gesicherten Mittelfeldrang sollte es für die Münchner Vorstädter jedoch reichen.

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