SV Meppen: Der Matchplan wird sich ändern

Weniger Konterchancen gegen Zwickau

Autor: Christoph Volk Veröffentlicht: Montag, 14.12.2020 | 10:08
Hassan Amin gegen 1860 München.

Defensiv souverän, offensiv kaltschnäuzig: Hassan Amin (l.) ©imago images/Osnapix

Zwölf Gegentore musste der SV Meppen an den ersten sechs Spieltagen hinnehmen und wurde so bereits früh auch in der Tabelle nach unten durchgereicht. Aus diesem Start wurden im Emsland offenbar die richtigen Schlüsse gezogen: In den vergangenen fünf Partien schlug es nur noch ein Mal im SVM-Gehäuse ein.

„Es ist echt super, wie sich die Jungs präsentieren, wie sie fighten“, machte Trainer Torsten Frings nach dem 2:0-Sieg über Hansa Rostock am Sonntag deutlich, dass die Einstellung seiner Mannschaft großen Anteil am Aufschwung hat. Auch der Ausfall von Steffen Puttkammer (Außenbandriss) änderte nichts an der neu etablierten Kompaktheit, welche Meppen zuletzt auszeichnete.

Anderes Vorgehen gegen Zwickau?

Hinzu kam, dass der Matchplan aufging. Während Meppen in der Defensive nur sehr wenig zuließ und über weite Strecken kompakt stand, wurden Kontermöglichkeiten gut ausgespielt. Valdet Rama beim ersten und Hassan Amin beim zweiten Tor per Elfmeter – zuvor hatte Dejan Bozic clever den Laufweg von Jan Löhmannsröben gekreuzt und so das Foulspiel förmlich erzwungen – nutzten die Möglichkeiten, die sich durch schnelles Umschalten ergaben.

Ob dieser Plan allerdings auch in der englischen Woche gegen Zwickau zur Anwendung kommen kann, bleibt abzuwarten. Der FSV wartet seit sechs Spielen auf einen Sieg, ist zudem seit rund zwei Wochen ohne Spielrhythmus. So fiel der Klub auf den letzten Tabellenplatz zurück – mutiger Fußball ist von ihm am Mittwoch daher nicht unbedingt zu erwarten.

Stattdessen dürfte Zwickau den Meppener Plan anwenden, also seinerseits kompakt stehen und auf Konter lauern. Umschaltmomente werden sich für Meppen so deutlich seltener ergeben als zuletzt, die Gastgeber dürften zudem gefordert sein, mehr Initiative zu übernehmen. Bleibt Frings bei der Mannschaft, die am Sonntag in Rostock auflief – wovon auszugehen ist – dürfte die „Doppel-Sechs“ Marcus Piossek und Florian Egerer somit auch offensiv mehr gefordert sein.