SV Meppen: Nach 17 Jahren wieder drittklassig?

Die Niedersachsen können in dieser Saison das Comeback schaffen

Martin Wagner, Kapitän des SV Meppen.

Kapitän Martin Wagner sorgt für die krativen Momente im Meppener Angriffsspiel. ©Imago

Was kommt Euch in den Sinn, wenn Ihr an den 20. Mai 2000 zurückdenkt? Den meisten von Euch wahrscheinlich nicht allzu viel, den eingefleischten Fans des SV Meppen allerdings dürfte dieses Datum durchaus noch in Erinnerung sein. An diesem Tag tauchte der SVM beim 3:0-Sieg gegen den VfB Oldenburg nämlich zum bislang letzten Mal in der Drittklassigkeit auf. Da anschließend die Regionalliga zweigleisig wurde, musste Meppen trotz Platz 11 in der Abschlusstabelle den Gang in die Oberliga antreten.

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Alles auf Angriff

Seither konnte der Verein aus dem Emsland praktisch nicht mehr auf sich aufmerksam machen. Der langjährige Zweitligist pendelte zwischen der 4. und 5. Liga – nur ganz selten gab es mal die kleine Hoffnung, wieder in die 3. Liga aufzusteigen. In dieser Saison ist das anders: Meppen führt die Tabelle der Regionalliga Nord momentan souverän an, die härtesten Verfolger haben schon einen ordentlichen Rückstand.

Das Erfolgsrezept der Niedersachsen liegt eindeutig in der Offensive: Nach zwölf Spieltagen hatte die Mannschaft schon 31 Tore auf dem Konto, das entspricht einem Schnitt von knapp 2,6 Treffern pro Partie. Besonders als Torschütze hervorgetan hat sich Benjamin Girth, der im Sommer von Hessen Kassel an die Ems wechselte und in seinen ersten elf Einsätzen 8-mal traf.

Guter Start hilft noch immer

Am Beispiel der Meppener kann man auch sehen, wie wichtig es für eine Mannschaft sein kann, gut aus den Startlöchern zu kommen: Die ersten acht Spiele dieser Saison hat der SVM nämlich allesamt gewonnen, erst dann setzte es beim VfL Wolfsburg II die erste und bislang einzige Niederlage. Seither spielt das Team von Trainer Christian Neidhardt aber nicht mehr ganz so souverän, es folgten zwei Unentschieden und ein Sieg.

Dennoch: Meppen kann es in diesem Jahr tatsächlich schaffen, die Meisterschaft in der Regionalliga Nord einzufahren und sich somit das Recht zur Teilnahme an der Aufstiegsrelegation zu erspielen. Auf dem Weg dorthin scheinen den Emsländern vor allem der VfB Lübeck, der Lüneburger SK, der ETSV Weiche Flensburg und Hannover 96 II gefährlich werden zu können. Aktuell hat aber der SV Meppen die besten Karten in der Hand.