SV Meppen: Teamcheck 2018/19

Analyse & Prognose zur neuen Saison

Marcel Gebers jubelt

Marcel Gebers wird zunächst verletzungsbedingt fehlen. Wer ersetzt ihn? ©Imago/Werner Scholz

Wer hätte dem SVM das zugetraut? Der Liga-Neuling der vergangenen Saison spielte teils furios auf, war zuhause eine Macht und erreichte so einen bärenstarken siebten Platz. Nun verließ allerdings Top-Torjäger Benjamin Girth die Emsländer Richtung Kiel. Kann Meppen auch ohne Ihn bestehen? Wir haben uns im Teamcheck unter anderem Neuzugänge, Form und Spielsystem des SVM angesehen und verraten im Fazit, wo es hingehen könnte.

Kader & Transfers

Der Abgang von Girth wiegt schwer, war er mit 19 Toren und zwei Vorlagen in der vergangenen Saison an 42 Prozent aller Meppener Treffer beteiligt. Ersetzen sollen ihn die Neuzugänge Max Wegner und Deniz Undav, von denen Wegner mehr Drittliga-Erfahrung mitbringt, Undav dafür die bessere Torquote. Aufgrund seiner Anlagen könnte besonders letzterer gut ins Meppener System passen.

Mike-Steven Bähre war in der Rückrunde eine wertvolle Alternative, seine Leihe endete allerdings. Mit Mirco Born kehrt jedoch ein mehr als starker Flügelspieler und Vorbereiter leihweise zurück. Durch die Neuzugänge Hassan Amin und Marco Komenda ist der SVM auf der linken Defensivseite besser aufgestellt, wobei Komenda auch zentral verteidigen kann.

Ansonsten besteht der Kader im Gros aus den Spielern, die in der vergangenen Saison bereits überzeugten. Als Youngster aus der eigenen Jugend dürfen Harsmann (Torwart), Hoormann (Innenverteidiger) und Goldschmidt (Stürmer) reinschnuppern.

Die aktuelle Form

Die Vorbereitung hatte bisher viel Licht, aber auch etwas Schatten. Gegen unterklassige Gegner gab es hohe Siege, bei denen Meppen viel durchwechselte, aber kaum nachließ. Für Aufsehen sorgten die beiden Siege gegen die niederländischen Erstligisten Heracles Almelo (2:0) sowie gegen PEC Zwolle (5:2).

Im jüngsten Testspiel gegen Groningen setzte es allerdings eine verdiente 1:2-Niederlage und damit einen kleinen Dämpfer. Den Eindrücken zu urteilen stehen die Emsländer allerdings bereits gut im Saft.

Stärken & Schwächen

Die Fans schafften in der vergangenen Saison in der Hänsch-Arena eine sensationelle Atmosphäre, bejubelten jeden Ballgewinn fast wie ein Tor. Für jeden Gegner war es schwierig, im Emsland anzutreten, was die Heimbilanz des SVM beweist: Nur drei Niederlagen (Magdeburg, Wehen Wiesbaden, Rostock) in 19 Partien.

Besonders die Balance zwischen Defensive und Offensive stimmte zuhause, was auswärts allerdings meist nicht der Fall war. Hier muss sich Meppen verbessern. Der Verlust von Girth ist eine klare Schwächung, die die Emsländer erstmal überwinden müssen.

Als positiv zu bewerten ist allerdings der Konkurrenzkampf in der Offensive: Mit Kleinsorge, Granatowski, Born, Tankulic und Kapitän Wagner stehen mehrere Optionen für die offensiven Mittelfeldpositionen bereit.

Christian Neidhart an der Seitenlinie

Passt perfekt zum SVM und umgekehrt: Christian Neidhart. ©Imago/Joachim Sielski

Der Trainer

Seit 2013 ist Christian Neidhart beim Verein, zunächst als Sportlicher Leiter, dann als Cheftrainer. Er führte den SVM in die dritte Liga und bekannte sich in der Vergangenheit immer zum Verein. Im Gegenzug ist der SV Meppen froh, mit Neidhart Kontinuität auf der Trainerposition zu haben.

Das Zusammenspiel mit Co-Trainer Mario Neumann läuft scheinbar perfekt, was auch daran zu sehen war, wie gut der Assistent die Mannschaft führte, während Neidhart auf dem Trainerlehrgang weilte. Taktisch stellt er sein Team gut ein, setzt auf Umschaltspiel, allerdings weiß seine Mannschaft auch in Ballbesitzphasen etwas mit der Pille anzufangen.

Die mögliche Startelf

Der Kampf um die Stammplätze ist in vollem Gange: Im Tor hat Domaschke seinen Platz sicher. Auf der rechten Außenbahn streiten sich Jesgarzewski und Senninger um einen Platz, beide hinterließen in der Vorbereitung einen guten Eindruck. Auf der gegenüberliegenden Seite duellieren sich Vrzogic und Amin. In der Innenverteidigung könnten Komenda oder Puttkammer den verletzten Gebers ersetzen.

Vor der Abwehr agieren voraussichtlich Leugers und Ballmert oder Wagner, wenn es etwas offensiver werden soll. In der Offensive stehen wie bereits erwähnt mehrere Option bereit, von denen sich auch Eigengewächs Thorben Deters aufgrund starker Vorbereitung Hoffnung auf Einsatzzeit machen darf.

Die voraussichtliche Startelf: Domaschke – Senninger, Vidovic, Puttkammer, Vrzogic – Leugers, Ballmert – Granatowski/Kleinsorge, Wagner, Born – Undav

Fazit & Prognose

Der siebte Platz aus dem Vorjahr sollte nicht als Maßstab dienen, zumal die Liga dieses Mal stärker besetzt ist. Der SVM muss den Abgang von Top-Torjäger Benjamin Girth auffangen, hat aber ansonsten eine eingespielte Mannschaft, samt cleverem Trainer. Ein Auge wird wohl immer auf die Abstiegsränge gehen, wir trauen den Emsländern allerdings einen Platz im Mittelfeld zu.

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