SV Meppen: Zuhause wieder unbequem

SVM-Heimstärke kehrt zurück

SV Meppen Jubeltraube

Aus 0:2 mach 3:2: Der SV Meppen drehte die Partie gegen Uerdingen. ©Imago/Werner Scholz

In der letzten Saison überzeugte der SV Meppen mit einem für einen Aufsteiger starken siebten Platz, den Grundstein legte die Elf von Trainer Christian Neidhart damals zuhause: Nur drei Heimniederlagen standen am Ende der Spielzeit zu Buche.

In der Hinrunde der laufenden Saison sah es allerdings so aus, als hätte der SVM seine Heimstärke ein großes Stück weit eingebüßt. Fünf Pleiten gab es vor den eigenen Fans in der Hänsch-Arena, wo im Vorjahr noch jeder Ballgewinn gefeiert wurde, herrschte teilweise ungewohnte Stille.

In den letzten Heimspielen konnte Meppen diesem Trend allerdings entgegenwirken. Drei von vier Partien auf eigenem Platz wurden gewonnen, nach dem heutigen 3:2-Sieg gegen Uerdingen, bei dem die Emsländer einen 0:2-Rückstand gegen den Aufstiegsaspiranten in der Schlussphase wett machten, glich das Stadion einem Tollhaus.

Ein Sieg des Willens

Glücklich war der Sieg, keine Frage, allerdings nicht unverdient, da Meppen zuvor einige Chancen liegen ließ. Trainer Christian Neidhart wähnte sich gar „im falschen Film“, wie er im Interview bei Magenta Sport sagte.

Nach dem Ausgleich witterte der Coach allerdings Morgenluft: „Beim 2:2 habe ich den Jungs gesagt: Männer, gebt weiter Gas, wir gewinnen das noch.“ Gesagt, getan. Meppen spielte weiter nach vorne und bekam einen strittigen Handelfmeter, den Proschwitz ins Netz hämmerte.

Dass die Aufholjagd an einem nasskalten Drittliga-Nachmittag auch für den Torjäger weit mehr brachte, als drei Punkte, nämlich Rückenwind und Selbstbewusstsein für die kommenden Partien, war auch ihm deutlich anzumerken. „Einfach nur geil, wie wir nie aufgegeben haben“, gab der Routinier zu Protokoll.

Der Sieg war auch umso wichtiger, da der kommende Gegner und Konkurrent im Abstiegskampf, der VfR Aalen, beim 1:2 gegen Würzburg wichtige Punkte liegen ließ. Auf die Ostalb geht es am kommenden Sonntag, ehe der SVM gegen einen weiteren direkten Konkurrenten am 24. Spieltag zuhause antreten darf: Dann ist nämlich Energie Cottbus zu Gast – und wird wahrscheinlich wieder von einem neu angeheizten Meppener Hexenkessel begrüßt.

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