SV Wehen Wiesbaden: Das nächste Schützenfest?

Hessen sind auswärts Frühstarter

Mit neun Toren und drei Vorlagen ist Daniel-Kofi Kyereh Topscorer der 3. Liga.

In seiner aktuellen Form nicht aus Wehen Wiesbadens Startelf wegzudenken: Daniel-Kofi Kyereh. ©Imago/Jan Huebner

Mit zwei Siegen und drei Niederlagen aus den ersten fünf Auswärtsspielen der Saison erwischte Wehen Wiesbaden einen durchwachsenen Start auf fremden Plätzen. Das änderte sich in den letzten beiden Partien, welche die Mannschaft von Trainer Rüdiger Rehm souverän gegen Karlsruhe (5:2) und Fortuna Köln (7:0) gewann.

Dabei entwickelten sich die Hessen zu ausgewiesenen Frühstartern. Gegen den KSC und Köln trafen sie jeweils vier Mal im ersten Durchgang, kein anderes Team der Liga präsentiert sich bei Auswärtsspielen so früh so gefährlich. Mit zehn Toren über diesen Zeitraum ist Wehen Wiesbaden das einzige Team, das in dieser Statistik bereits zweistellig getroffen hat.

Schäffler und Kyereh treffen nach Belieben

Zieht man alle 15 Spieltage zur Betrachtung heran, sind 19 Auswärtstore ebenso Höchstwert wie insgesamt 32 Treffer. Großten Anteil an der offensiven Durchschlagskraft hat das derzeit wie berauscht aufspielende Stürmerduo Manuel Schäffler und Daniel-Kofi Kyereh.

Schäffler ist in seinem dritten Jahr Wehen Wiesbaden mit acht Toren auf dem allerbesten Wege, zum dritten Mal in Folge zweistellig zu treffen. Der erst 22-Jährige Kyereh benötigte nach seinem Wechsel aus der Regionalliga keine Eingewöhnungsphase und steht aktuell bei neun Treffern.

Während Kyereh gegen Karlsruhe zwei Mal in der ersten Hälfte traf, steuerte Schäffler gegen Köln zwei Treffer vor dem Pausentee bei. Der nächste Gegner Kaiserslautern sollte also gewarnt sein und das Stürmerpaar der Gäste am Sonntag von der ersten Sekunde an nicht aus den Augen lassen.

Knacken die Hessen den FCK erst in der 2. Hälfte?

Erst zwei Gegentore mussten die „Roten Teufel“ in ihren sieben Heimspielen vor Pause hinnehmen und bewiesen dabei die defensive Kompaktheit, die man gegen einen offensivstarken Gegner wie die Hessen benötigt.

Nach dem Seitenwechsel kann der FCK diese Quote zwar nicht halten, sechs Gegentore in den zweiten 45 Minuten sind aber immer noch ordentlich. Da Wehen Wiesbaden mit neun Auswärtstoren im zweiten Durchgang kaum etwas von seiner Torgefahr einbüßt, wartet auf die Elf von Michael Frontzeck ein echter Härtetest.

Auffällig: In Spielen mit Mads Albaek auf der Doppelsechs und Florian Dick auf der Rechtsverteidigerposition, schien dem FCK defensiv die Stabilität zu fehlen. Es ist daher gut möglich, dass Frontzeck gegen die Hessen erneut Gino Fechner und Dominik Schad den Vorzug gibt.

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