SV Wehen Wiesbaden: Dittgen überzeugt in neuer Rolle

Offensiv-Allrounder erfolgreich umgeschult

Maximilian Dittgen (l.) gegen Cebio Soukou (m.).

Spielte sich beim SV Wehen Wiesbaden hinten links fest: Maximilian Dittgen (l.) ©Imago/Jan Huebner

Der SV Wehen Wiesbaden ist das Team der Stunde. Die Hessen holten aus ihren letzten fünf Partien die Maximalausbeute von 15 Zählern, nutzten die Patzer der Konkurrenten im oberen Tabellendrittel eiskalt aus und kletterten dadurch auf den Relegationsrang.

In diesen fünf Partien stand Maximilian Dittgen in der Startformation. Der 23-Jährige, der nach einem Sehnenriss in der Vorbereitung lange fehlte und erst am 13. Spieltag auf den Platz zurückkehren konnte, überzeugte dabei in ungewohnter Rolle.

Rehm weiß, was er bekommt

Eigentlich ist Dittgen in der Offensive zu Hause und dort variabel einsetzbar. Trainer Rüdiger Rehm schulte ihn jedoch kurzerhand zum Linksverteidiger um. Anpassungsprobleme suchte man in der Folge vergeblich. Mit Tempo marschiert er seitdem die linke Linie entlang und bereite bei den 3:2-Siegen über Cottbus und Braunschweig jeweils den zweiten Treffer des SVWW vor.

Wie vielseitig Dittgen ist, dürfte Rehm bereits in der Saison 2015/16 aufgefallen sein, als er ihn in Großaspach coachte. Da absolvierte der Linksfuß 37 Drittliga-Partien, in denen er auf beiden offensiven Flügeln und als hängende Spitze eingesetzt wurde. Dass der Trainer ihm auch in der jetzigen Situation und auf der ungewohnten Position das Vertrauen schenkt, dürfte daher nicht verwundern.

Zumal Dittgen auf links das passende Gegenstück zu Moritz Kuhn auf der rechten Seite darstellt. Das Duo bringt den Offensivdrang mit, den Rehm seiner Mannschaft eingeimpft und sie damit zur torgefährlichsten Mannschaft der Liga gemacht hat.

Wohl auch gegen Würzburg in der Startelf

Und diesen Offensivdrang hat er seinen Konkurrenten auf der Linksverteidiger-Position aktuell voraus. Die Stärken von Mark Wachs liegen in der Defensive, Alf Mintzel hingegen wartet seit Ende September auf eine Torbeteiligung. Da die Beiden zuletzt verletzungs- und krankheitsbedingt kürzer treten mussten, ergab sich für Dittgen eine Chance und dieser nutzte er.

Mit einem Heimspiel gegen Würzburg geht für die Hessen am kommenden Sonntag der Kampf um die Aufstiegsplätze weiter. Dann dürfte Dittgen erneut Rehms erste Wahl hinten links darstellen.

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