SV Wehen Wiesbaden: Katerstimmung statt Aufstiegsträume

Rüdiger Rehm hadert und blickt nach vorne

Rüdiger Rehm, Trainer des SV Wehen Wiesbaden

Rüdiger Rehm ist trotz Platz vier stolz auf seine Mannschaft. ©Imago/Jan Hübner

Die Ernüchterung nach der 1:3-Pleite und dem damit vergebenen Aufstiegs-Relegationsrang war beim SV Wehen Wiesbaden nach der gestrigen Partie greifbar. Nicht nur für Trainer Rüdiger Rehm war es eine „sehr, sehr bittere Niederlage“, durch die sich die Aufstiegsträume der Hessen jäh zerschlugen.

Konkurrenz zu stark

Umso bitterer ist die Situation, da der SVWW lange Zeit wie der sichere Dritte aussah, ja sogar noch die direkten Aufstiegsplätze angreifen wollte. Mit teils spektakulärem Offensivfußball glänzten die Wiesbadener, einzig Paderborn schoss in der Liga mehr Tore pro Partie.

Nach nur einem Sieg aus den letzten sechs Partien mussten Brandstetter und Co. allerdings abreißen lassen, was Rehm trocken kommentiert: „Wir müssen einfach eingestehen, dass es drei Mannschaften gibt, die in diesem Jahr besser waren als wir.“

Konkret besser waren Magdeburg, Paderborn und der KSC in der Defensive. Im Schnitt kassierte Wehen Wiesbaden 1,05 Treffer pro Spiel, von den Spitzenteams am meisten. Allerdings kann der SVWW auch daraus wertvolle Schlüsse für die kommende Saison ziehen, zumal die 65 Punkte, die die Hessen bis jetzt holten in den letzten drei Spielzeiten immer für Platz drei gereicht hätten.

Auch wenn die Situation momentan bitter ist, bleibt Rehm daher positiv. „Wir müssen den Jungs den Rücken stärken und uns auch gegenseitig wieder aufbauen, damit es eben auch im nächsten Jahr eine erfolgreiche Saison gibt.“

Vorbild Magdeburg?

Das Grundgerüst der Mannschaft bleibt dann bestehen, Leistungsträger wie Mockenhaupt und Schäffler haben Vertrag, einzig der Abschied von Robert Andrich steht bereits fest. Als Vorbild könnte dann im nächsten Jahr der 1. FC Magdeburg gelten. Auch dort wurde der Aufstieg in der letzten Saison knapp verpasst, in diesem Jahr schafften es die Elbestädter relativ souverän in Liga zwei.

Der Umwandlung von Kater- in Aufbruchstimmung kommt also eine große Bedeutung für die kommende Saison bei. Gelegenheit, sich mit einem Erfolgserlebnis von den eigenen Fans zu verabschieden, hat der SVWW am nächsten Samstag, dann gastiert der VfR Aalen zum Saisonfinale in der Brita Arena.

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