Türkgücü München darf im DFB-Pokal spielen

Landgericht entscheidet gegen Schweinfurt

Autor: Simon Thijs Veröffentlicht: Mittwoch, 30.09.2020 | 15:48
Alexander Schmidt von Türkgücü München

Darf sein Team auf den FC Schalke einstellen: Trainer Alexander Schmidt. ©Imago images/Kolbert Press

Eigentlich hätte das Landgericht München bereits am vergangenen Montag über die Angelegenheit entscheiden sollen, doch die Verwicklungen um die Frage, ob Türkgücü München im DFB-Pokal antreten darf, erwiesen sich als komplizierter. Das Gericht vertagte sich auf den heutigen Mittwoch, an dem das Urteil nun zu Gunsten des Drittligisten fiel.

Spielordnung spricht gegen Schweinfurt

Demnach darf nicht wie vom Bayrischen Fußballverband ursprünglich bestimmt der 1. FC Schweinfurt das Spiel der 1. Hauptrunde gegen den FC Schalke 04 bestreiten, sondern Türkgücü. Alternativ muss der BFV seine Spielordnung ändern, berichtet der „Merkur„. Schalke 04 hat also immer noch keine absolute Gewissheit über seinen Gegner am 14. oder 15. Oktober.

„Wir haben die Nominierungs-Entscheidung an den BFV zurückgegeben. Wir sind zu dem Ergebnis gekommen, dass die Meldung von Schweinfurt 05 nicht auf die Spielordnung des BFV gestützt werden kann, zitiert „Sky“ die Vorsitzende Richterin Gesa Lutz.

Der Aufsteiger hatte kurz vor dem ursprünglich zwischen S04 und den „Schnüdeln“ angesetzten Spiel Klage eingereicht, was zur Absetzung der Partie geführt hatte. Der BFV entsendet eigentlich in jedem Jahr den Landespokalsieger und das bestplatzierte Amateurteam, also den Meister der Regionalliga Bayern in den DFB-Pokal.

Da die Saison in Bayern aber unter-, nicht abgebrochen wurde, gibt es aktuell keinen Meister. So schlossen Verband, Türkgücü und Schweinfurt, das zum Zeitpunkt der Unterbrechung auf Rang zwei lag ein Abkommen: Türkgücü dürfe aufsteigen, Schweinfurt dafür im Pokal antreten.

Da sich die Münchener aber wegen eines Protests der Schweinfurter gegen ihren Aufstieg nicht mehr an diese Abmachung gebunden fühlten, reichten sie selbst Beschwerden gegen das Pokal-Antrittsrecht der Franken ein, was zur Gerichtsverhandlung führte.