Unterhaching: Corona-Krise als Chance für den Nachwuchs

SpVgg-Präsident fordert Umdenken

Autor: Andreas Breitenberger Veröffentlicht: Donnerstag, 26.03.2020 | 09:13
Manfred Schwabl bei der SpVgg Unterhaching

Möchte den SpVgg-Nachwuchs besser einbinden: Vereinspräsident Manfred Schwabl. ©Imago Images/foto2press

Manfred Schwabl geht mit der SpVgg Unterhaching bekanntlich gerne den unbekannten, nicht zu erwartenden Weg, wie zum Beispiel beim Börsengang der Hachinger deutlich wurde. Auch in der Corona-Krise ist das nicht anders.

Viele Vereine schicken ihre Profis in Kurzarbeit, allerdings nicht die SpVgg. Durch den Börsengang habe der Verein einen finanziellen Spielraum, so Schwabl heute in der Bild (Ausgabe vom 26.3.2020): „Wir werden für unsere Profis daher in dieser Saison keine Kurzarbeit beantragen.“ Dass dies jedoch für die Mitarbeiter geschieht, sei nicht ausgeschlossen.

So oder so führt die derzeitige Situation auch bei Schwabl zu einem Umdenken. So sind in der Corona-Krise viele Vereine auf Hilfen vom DFB angewiesen, ob diese jedoch kommen, bezweifelte nicht nur zuletzt Ronald Maul, seines Zeichens Geschäftsführer beim SV Meppen, sondern auch Schwabl.

Vorteile durch Nachwuchsförderung

Um die Vereine in Zukunft krisensicherer zu machen, hat Unterhachings Präsident eine Lösung: Die eigene Jugend. „Wir werden die Jungs aus dem NLZ noch viel mehr bei den Profis einbauen und wesentlich mehr Geld in unsere Nachwuchsabteilung investieren“, so Schwabl.

Davon verspricht er sich ein besseres Gehaltsgefüge, einen höheren Identifikationsfaktor und Transfererlöse für die eigenen Nachwuchskicker. Dass ein derartiger Vorstoß aus der Münchner Vorstadt kommt, ist nicht unbedingt überraschend, pocht Schwabl doch schon lange auf eine bessere Förderung der Nachwuchsarbeit seitens der Verbände.

Voraussetzungen sind da

Unterhaching selbst gilt als Verein, der viel Wert auf seine Nachwuchsarbeit legt. Mit Lucas Hufnagel, Luca Marseiler, Nico Mantl, Markus Schwabl und Alexander Winkler trugen in dieser Saison fünf Spieler das SpVgg-Trikot, die es sich schon in der Jugend überstreiften – ligaweit ist das allerdings nur eine durchschnittliche Zahl. Zum Vergleich: Der TSV 1860 München setzte in dieser Saison zwölf Spieler mit Löwen-Wurzeln ein.

Es ist allerdings nicht so, dass es den Münchner Vorstädtern an Talenten mangeln würde. So schnupperten bereits Niclas Anspach und Christoph Ehlich Drittliga-Luft, das gleiche gilt für die Flügelflitzer Stephan Mensah und Alexander Kaltner. Alle vier sind derzeit an Haching Kooperationspartner 1860 Rosenheim ausgeliehen, dürfen sich aber nach Schwabls Aussagen Hoffnungen auf eine stärke Einbindung bei der SpVgg machen.

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