Unterhaching: Kreuzbandriss bei Welzmüller

Saisonaus für Verteidiger

Autor: Simon Thijs Veröffentlicht: Freitag, 04.09.2020 | 12:42
Josef Welzmüller von der SpVgg Unterhaching

Josef Welzmüller wird erneut monatelang ausfallen. ©Imago images/foto2press

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Die Leidenszeit von Josef Welzmüller nimmt kein Ende: Im Testspiel gegen Heidenheim zog sich der Defensivspieler den dritten Kreuzbandriss seiner Karriere zu. Damit muss die SpVgg auch in dieser Saison ohne ihn planen.

„Die Diagnose war für mich zuerst ein Schock. Mir hat es den Boden unter den Füßen weggezogen. Zwei Stunden später war ich aber schon wieder im Sportpark und habe im Kraftraum trainiert. Ich bin jedes Mal zurückgekommen und werde es auch diesmal wieder schaffen“, kündigte der Betroffene kämpferisch an.

Zweiter Ausfall in der Abwehr

Schon 2018/19 war für den 30-Jährigen nach neun Spieltagen Schluss. Die schlimme Knieblessur setzte ihn bis tief ins Frühjahr hinein außer Gefecht. Vergangene Saison kam er erstmals im März wieder auf den Platz, ehe die Corona-Pause anbrach, während der sich der Routinier auch noch eine Muskelverletzung zuzog.

Gerade wieder fit heißt es nun wieder ganz von vorne beginnen. Letztmals war Welzmüller in der Spielzeit 2017/18 durchgehend fit, bestritt damals 29 Partien. Der gebürtige Münchener, der seit 2014 in Haching ist, machte den Ab- und Wiederaufstieg mit, ist als Führungsspieler und Identifikationsfigur anerkannt.

Sportlich ist sein Ausfall auch nicht ohne weiteres aufzufangen, denn mit Marc Endres ist ein weiterer Innenverteidiger länger verletzt. Da Christoph Greger und Paul Grauschopf beide Linksfüße sind, winkt so dem 18-jährigen Felix Göttlicher viel Spielzeit. Erste Wahl für den Posten rechts in der Innenverteidigung könnten aber zunächst auch flexible Mittelfeldspieler wie Niclas Stirelin sein.