Unterhaching: Schwabl steht zu Entscheidungen

Notfalls bis zum Abstieg

Autor: Simon Thijs Veröffentlicht: Samstag, 21.11.2020 | 09:22
 Manfred Schwabl von der SpVgg Unterhaching

Präsident Manfred Schwabl wird nicht zurückrudern. ©Imago images/Eibner

In den letzten beiden Spielzeiten sah es für die SpVgg Unterhaching jeweils in der Hinrunde rosig aus, während in der Rückrunde der Absturz kam. Nach eingehender Fehler-Analyse sollte unter anderem ein Trainer-Wechsel und noch mehr Konsequenz im „Hachinger Weg“ die fehlende Konstanz bringen.

Als Zwischenfazit steht bisher eine mehr als dürftige Hinrunde zu Buche. Trotz fünf Niederlagen in acht Spielen will Präsident Manfred Schwabl aber nicht vom Kurs abweichen und vor allem nicht am Trainerteam um Arie van Lent, Roman Tyce und Robert Lechleiter rütteln.

Noch mehr Nachwuchsförderung

„Wir haben vollstes Vertrauen in unser Dreigestirn. Wenn es am Ende der Saison runtergehen sollte, werde ich meinen Kopf dafür hinhalten“, spricht Schwabl in der „Passauer Neue Presse“ sogar vom Worst-Case-Szenario.

Auch die klare Linie beim kickenden Personal wird beibehalten: Die Jugend erhält den Vorrang, Sascha Bigalke und Jim-Patrick Müller bleiben trotz früherer Verdienste außen vor. „Dass die beiden Spieler in den Kader zurückkehren, ist für uns keine Option“, so der Präsident der SpVgg, der sogar noch stärker auf den eigenen Nachwuchs setzen will. 

Gegen Viktoria Köln kommt es so am Sonntag praktisch zu einem Duell der Philosophien. Obwohl auch die Rheinländer einige Spieler aus ihrem noch jungen NLZ erfolgreich in das Profi-Team integrierten, bilden doch routinierte Leute mit höherklassiger Erfahrung wie Albert Bunjaku, Marcel Risse und der am Sonntag gesperrte Keeper Sebastian Mielitz das Gerüst der Mannschaft.